03 April 2026, 04:13

Linksextremist wegen versuchten Mordes mit Molotow-Cocktails vor Gericht

Demonstranten mit einem Transparent mit der Aufschrift "öffnet die Grenzen, rettet Leben, bekämpft Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Stange, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Linksextremist wegen versuchten Mordes mit Molotow-Cocktails vor Gericht

23-jähriger Linksextremist vor Gericht: Versuchter Mord mit Molotow-Cocktails

Vor dem Landgericht Hechingen muss sich der 23-jährige Linksextremist Tobias K. wegen versuchten Mordes verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Serie von Brandanschlägen mit Molotow-Cocktails im baden-württembergischen Leibertingen im vergangenen Oktober. Zu den Zielen zählte unter anderem das Wohnhaus eines Unternehmers und ehemaligen lokalen AfD-Politikers, Michael K.

Tobias K. gestand vor Gericht, die Brandflaschen entzündet zu haben. Bei einem der Angriffe wurde das Auto der Lebensgefährtin von Michael K. beschädigt, während dieser selbst sich beim Löschversuch Verbrennungen an den Füßen zuzog. Den Ermittlungen zufolge warf Tobias K. zudem einen weiteren Molotow-Cocktail auf ein Wohngebäude, in dem sich zum Zeitpunkt der Tat sechs schlafende Personen befanden.

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Die Staatsanwaltschaft geht von einem politischen Motiv aus und verweist auf Tobias K.s online geäußerte Unterstützung für Umwelt- und linksextreme Aktivistengruppen. Der Angeklagte gab an, durch AfD-Parolen provoziert worden zu sein, die an einem Auto vor einem Haus angebracht waren. Zwar räumte er ein, Mitglied der Linkspartei zu sein, bestritt jedoch eine aktive Beteiligung.

Das Verfahren ist auf vier Verhandlungstage angesetzt; mit einem Urteil wird Mitte April gerechnet. Ein von Tobias K.s Anwalt verlesenes Statement enthielt eine Äußerung von Reue und Scham über die Taten. Die Anklage wirft ihm vor, bewusst Menschenleben gefährdet zu haben – etwa als er auch Polizeibeamte und Feuerwehrleute mit einem Molotow-Cocktail attackierte.

Nun wird das Gericht die Beweislage und die vorgebrachten Argumente prüfen, bevor es sein Urteil fällt. Bei einer Verurteilung drohen Tobias K. schwere Strafen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren politisch motivierter Gewalt in der Region.

Quelle