Koblenz setzt auf Erdwärme: Görres-Gymnasium wird klimaneutral beheizt
Diethelm WeißKoblenz setzt auf Erdwärme: Görres-Gymnasium wird klimaneutral beheizt
Koblenz rüstet das Görres-Gymnasium mit klimafreundlicher Heiztechnik aus
Am Koblenzer Görres-Gymnasium entsteht eine moderne, klimaneutrale Heizungsanlage. Das im Rahmen des KIPKI-Programms geförderte Vorhaben setzt auf Erdwärme und Wärmepumpen, um die bisherige Fernwärmeversorgung der Schule abzulösen. Die Bauarbeiten laufen bereits, die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.
Die Stadt stellt für das Projekt rund 1,3 Millionen Euro bereit. Herzstück der neuen Anlage sind zwei Sondenfelder mit insgesamt 36 Erdwärmesonden, die jeweils etwa 150 Meter tief in den Boden reichen. Der letzte Abschnitt des Sondenfelds soll in den Osterferien 2026 fertiggestellt werden, bevor das gesamte System im September desselben Jahres in Betrieb geht.
Während der Bauarbeiten stießen die Arbeiter auf einen historischen Gewölbekeller sowie einen bisher unbekannten unterirdischen Hohlraum. Beide Funde wurden dokumentiert und gesichert, bevor die Arbeiten fortgesetzt wurden. Zudem wird ein im Vorfeld identifizierter Verdachtsfall auf nicht explodierte Kriegsmunition vor Abschluss des Projekts näher untersucht.
Bereits jetzt sind zwei Wärmepumpen im Heizungskeller des denkmalgeschützten Schulgebäudes installiert. Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll die Anlage jährlich etwa 651.000 Kilowattstunden Energie einsparen. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen um voraussichtlich 100 Tonnen pro Jahr.
Das Vorhaben ist Teil einer landesweiten Initiative in Rheinland-Pfalz. Seit 2020 wurden bereits über 150 Schulen und öffentliche Gebäude in der Region mit klimafreundlichen Heizsystemen nachgerüstet. Bis Ende 2025 sollen rund 120 weitere Projekte folgen.
Mit der neuen Anlage wird das Görres-Gymnasium unabhängig vom Fernwärmenetz. Das Projekt reiht sich ein in einen größeren Trend in der Region, wo zunehmend Erdwärme- und Wärmepumpentechnik eingesetzt wird, um Energieverbrauch und Emissionen zu reduzieren. Die Fertigstellung bleibt für den Herbst 2026 vorgesehen.






