21 March 2026, 02:13

KNDS plant historischen Börsengang 2026 – und könnte die Rüstungsbranche verändern

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, auf der steht: "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden."

KNDS plant historischen Börsengang 2026 – und könnte die Rüstungsbranche verändern

Europäischer Rüstungskonzern KNDS bereitet Börsengang 2026 vor

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Der europäische Rüstungshersteller KNDS steuert auf einen der größten Börsengänge der jüngeren europäischen Geschichte zu. Das deutsch-französische Joint Venture plant für 2026 den Gang an die Börse und könnte damit zu einem der bedeutendsten Defense-IPOs der letzten Jahre werden. Mit einer angestrebten Bewertung von 20 Milliarden Euro folgt der Schritt auf ein starkes Wachstum in der Branche und steigende Staatsausgaben für Verteidigung.

KNDS verzeichnet derzeit einen Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit wachsende Nachfrage zu bedienen, will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten auf das Zwei- bis Dreifache ausbauen. Zudem hat die deutsche Bundesregierung die Exportverfahren für Rüstungsgüter vereinfacht, was KNDS dabei hilft, Lieferungen zu beschleunigen.

Der Verteidigungsmarkt erlebt derzeit eine Welle von Börsengängen – erst kürzlich gingen Vincorion und CSG erfolgreich an die Börse. KNDS treibt seinen für 2026 geplanten Börsengang unabhängig von Verzögerungen beim MGCS-Projekt voran, das nun erst für 2045 erwartet wird. Steigende Verteidigungsetats – bis 2027 sollen sie voraussichtlich 2,4 Prozent des BIP erreichen – befeuern das Wachstum. Allein Deutschland wird 2026 mehr als 108 Milliarden Euro investieren. Diese Entwicklung hat bereits zu höheren Umsätzen bei Unternehmen wie Rheinmetall und Hensoldt geführt.

Mit soliden Finanzkennzahlen und einem günstigen Marktumfeld positioniert sich KNDS für einen historischen Börsengang. Die Expansionspläne des Unternehmens und die politische Unterstützung passen zu den allgemeinen Trends bei den europäischen Verteidigungsausgaben. Sollte der Börsengang gelingen, könnte er neue Maßstäbe für die gesamte Branche setzen.

Quelle