19 April 2026, 18:14

John Neumeiers Abschied vom Hamburg Ballett markiert das Ende einer Ära

Eine Gruppe von Balletttänzern in farbenfrohen Kostümen führt eine synchronisierte Choreographie auf der Bühne auf, vor einem blauen Hintergrund, als Teil einer Nussknacker-Aufführung im Royal Opera House.

John Neumeiers Abschied vom Hamburg Ballett markiert das Ende einer Ära

Hamburgs Ballettszene feiert diesen Herbst einen historischen Meilenstein: John Neumeier, der seit 50 Jahren die Geschicke des Hamburg Balletts lenkt, tritt zurück. Seine letzte Spielzeit als künstlerischer Leiter begann Anfang September – eine Saison, die ein Erbe würdigt, das die Kompanie zu weltweitem Ruhm führte.

1973 übernahm Neumeier die Leitung des Hamburg Balletts. Unter seiner Ägide entwickelte sich das Ensemble von einer regionalen Truppe zu einer der angesehendsten Ballettkompanien der Welt. Die Stadt, längst bekannt für ihre lebendige Subkultur, ihr Nachtleben und ihre klassische Kunstszene, festigte unter ihm zusätzlich ihren Ruf als Hochburg des Tanzes.

Die Spielzeit 2022/23 wurde am 18. September in der Hamburgischen Staatsoper eröffnet – mit Neumeiers eigenem Werk Dritte Sinfonie von Gustav Mahler, einer seiner prägendsten Choreografien. Diese Aufführung gab den Ton an für eine Abschiedssaison, die mit Wiederaufnahmen seiner gefeiertsten Produktionen gefüllt ist.

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Während seiner fünf Jahrzehnte an der Spitze erweiterte Neumeier das Repertoire der Kompanie und formte Generationen von Tänzer:innen. Seine kühne Choreografie und seine tiefe musikalische Versiertheit brachten ihm internationalen Ruhm ein. Nun, da die Jubiläumssaison läuft, erhalten Zuschauer eine letzte Gelegenheit, seine künstlerische Vision zu erleben, bevor ein neues Kapitel beginnt.

Die aktuelle Spielzeit steht zugleich im Zeichen des Abschieds und des Übergangs. Mit Neumeiers Rückzug endet eine halbes Jahrhundert künstlerischer Führung – doch sein Einfluss wird weiterwirken: im Stil der Kompanie, in ihrem Renommee und in den zahlreichen Tänzer:innen, die er über die Jahrzehnte geprägt hat.

Quelle