14 April 2026, 12:15

Iran-Konflikt verändert Einkaufsverhalten: Discounter boomen, Supermärkte verlieren

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Informationsschildern mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Iran-Konflikt verändert Einkaufsverhalten: Discounter boomen, Supermärkte verlieren

Der anhaltende Iran-Konflikt beginnt, die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland zu verändern. Bereits innerhalb von nur drei Wochen seit Ausbruch der Kämpfe verzeichnen große Supermarktketten weniger Kunden in ihren Filialen. Discounter verzeichnen hingegen einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen, da Haushalte ihre Ausgaben stärker kontrollieren.

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Daten aus der Kalenderwoche 12 zeigen einen klaren Wandel im Konsumverhalten. Der Anteil der Kundebesuche bei Edeka sank im Vergleich zur Woche vor Kriegsbeginn um 0,6 Prozentpunkte. Kaufland verlor ebenfalls an Boden und verzeichnete einen Rückgang um 0,5 Prozentpunkte. Rewe schnitt noch schlechter ab und verlor in derselben Zeitspanne 0,7 Prozentpunkte.

Gleichzeitig konnten die Discountketten Aldi Nord und Aldi Süd deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Kundebesuche bei Aldi Nord stiegen um 0,7 Prozentpunkte, während Aldi Süd sogar einen Anstieg um einen vollen Prozentpunkt erreichte. Maarten Vander Beken von Accurat bezeichnete diesen Trend als ungewöhnlich und beispiellos und führte ihn auf steigende Energiekosten sowie die Angst vor weiteren Preiserhöhungen zurück.

Für den Handel stehen hohe finanzielle Summen auf dem Spiel. Ein einziger Prozentpunkt Marktanteil entspricht im deutschen Lebensmittelhandel, der jährlich über 200 Milliarden Euro Umsatz generiert, etwa 2 Milliarden Euro zusätzlichem Umsatz. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass traditionelle Supermärkte die Hauptlast des Abschwungs tragen, während Discounter von preisbewussten Käufern profitieren.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind mittlerweile auch in den deutschen Einkaufsstraßen spürbar. Discountläden gewinnen Kunden auf Kosten der größeren Ketten. Angesichts weiter steigender Energiepreise und wachsender Inflationssorgen könnte sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen.

Quelle