07 April 2026, 08:13

Historischer Tarifvertrag: Ost-Löhne im Bau erreichen fast Westniveau

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der neben einer anderen Person vor einem Berg- und Baumhintergrund steht, mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Historischer Tarifvertrag: Ost-Löhne im Bau erreichen fast Westniveau

Baulöhne in Ostdeutschland erreichen bald Westniveau

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Ein neuer Tarifvertrag beendet jahrzehntelange Ungleichheit bei den Löhnen zwischen Ost und West. Die Vereinbarung betrifft fast eine Million Beschäftigte im ganzen Land.

In der deutschen Bauwirtschaft sind rund 920.000 Menschen beschäftigt, davon über 600.000 in den westdeutschen Bundesländern. Laut dem neuen Tarifabschluss steigen die Löhne im Osten um 5,3 Prozent, während sie im Westen um 3,9 Prozent angehoben werden.

Diese Anpassung folgt dem Grundsatz "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt". Ziel der Regelung ist es, die seit Langem bestehende Lohnlücke zwischen ost- und westdeutschen Beschäftigten zu schließen. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027.

Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Entscheidung als historischen Meilenstein. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung erhalten Bauarbeiter in beiden Regionen für dieselbe Arbeit denselben Lohn.

Die Angleichung der Löhne beseitigt eine jahrzehntealte Ungerechtigkeit in der Baubranche. Beschäftigte in Ostdeutschland erhalten nun das gleiche Grundgehalt wie ihre Kollegen im Westen. Die Vereinbarung bleibt für die nächsten drei Jahre in Kraft und sichert damit fast einer Million Arbeitnehmern im ganzen Land Planungssicherheit.

Quelle