Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch Ölpreise und Lieferkettenkrisen
Diethelm WeißHenkel kämpft mit steigenden Kosten durch Ölpreise und Lieferkettenkrisen
Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise und Lieferkettenprobleme. Der Konzernchef warnte, dass eine Verzögerung bei Preisanpassungen die finanzielle Stabilität des Unternehmens gefährden könnte.
Der Krieg in der Ukraine löste Anfang 2022 erhebliche Störungen in den Lieferketten aus, was zu einem vorübergehenden Nachfragerückgang bei Henkels Kerngeschäftsfeldern führte – Klebstoffe, Wasch- und Pflegeprodukte sowie Kosmetikartikel. 2023 erholten sich die Umsätze allmählich, da sich die Logistiklage verbesserte, doch Inflation und Marktinstabilität in Osteuropa blieben bestehen.
Steigende Ölpreise treiben die Kosten für Rohstoffe, Transport und Verpackungen in die Höhe. Zulieferer und Logistikunternehmen geben einen Teil dieser Mehrbelastungen mittlerweile an Henkel weiter. Dennoch bleiben Marken wie Persil und Schwarzkopf bei den Kunden trotz Preiserhöhungen weiterhin gefragt.
Um die höheren Kosten zu rechtfertigen, hebt das Unternehmen die Vorteile seiner Produkte hervor. Henkel, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon weniger als 20 Prozent in Deutschland –, erzielte 2021 einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Der Vorstandsvorsitzende äußerte die Hoffnung, dass sich der Konflikt in der Ukraine nicht das ganze Jahr hinziehen werde.
Trotz Inflation und anhaltender Lieferkettenengpässe setzt Henkel auf Markentreue, um Preiserhöhungen abzufedern. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, die Nachfrage nach seinen Produkten trotz der wirtschaftlichen Belastungen aufrechtzuerhalten.






