Hallescher FC bricht alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig radikal ab
Hans-Jürgen ZirmeHallescher FC bricht alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig radikal ab
Hallescher FC (HFC) setzt ein beispielloses Zeichen im deutschen Fußball: Der Verein bricht nahezu alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig ab. Die von der Mitgliederversammlung beschlossene Entscheidung stellt den ersten vollständigen Boykott dieser Art in der Geschichte des deutschen Fußballs dar.
Die neue Richtlinie verbietet künftig alle Freundschaftsspiele, Testspiele oder gemeinsame Turniere zwischen HFC und RB Leipzig. Dies gilt für sämtliche Mannschaften des Vereins – von den Jugendteams bis zu den Seniorenmannschaften, unabhängig von Alter oder Geschlecht.
Auch die Zusammenarbeit im Jugendfußball wurde eingestellt. HFC-Teams werden zudem keine Trainingsstätten von RB Leipzig mehr nutzen, was die Trennung weiter vertieft. Trotz des Boykotts bleiben Spieler- und Personaltransfers aus dem RB-Leipzig-System zum HFC weiterhin möglich.
Die Maßnahme wurde als "klare und konsequente Distanzierung" von den Fußballaktivitäten des Energiegetränkeherstellers Red Bull beschrieben. Sie spiegelt die Haltung des HFC gegen den Einfluss des Konzerns im Sport wider.
Der Boykott setzt einen neuen Präzedenzfall im deutschen Fußball. Der HFC wird mit RB Leipzig in keiner sportlichen Hinsicht mehr kooperieren – mit Ausnahme genehmigter Transfers. Die Entscheidung unterstreicht den kompromisslosen Standpunkt des Vereins, seine Unabhängigkeit vom Fußballnetzwerk von Red Bull zu wahren.






