10 June 2026, 10:10

Grüne kritisieren Lücken in Mainzer Veranstaltungskoordination – Stadt sieht "unverhältnismäßigen Aufwand"

Mainz Altstadt-Grüne kritisieren Chaos bei Veranstaltungen - Stadt verteidigt

Grüne kritisieren Lücken in Mainzer Veranstaltungskoordination – Stadt sieht "unverhältnismäßigen Aufwand"

Die Grünen-Fraktion im Bezirksbeirat der Mainzer Altstadt hat die städtische Verwaltung in der Koordination von Veranstaltungen infrage gestellt. Es gab Bedenken, ob alle lokalen Events von der Zentralen Veranstaltungskoordination (ZVK) betreut werden. Die Fraktion forderte eine detaillierte Auflistung der Veranstaltungen in der Altstadt des vergangenen Jahres – sowohl derer, an denen die ZVK beteiligt war, als auch derer, bei denen dies nicht der Fall war.

Die Verwaltung bestätigte, dass Großveranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt, das Johannisnacht-Fest und das Rheinfrühling-Frühlingsfest über die ZVK koordiniert wurden. Ihre Aufgabe besteht darin, bei der Planung von Veranstaltungen Fachabteilungen einzubinden und zwischen den Organisatoren und Behörden zu vermitteln. Technische Entscheidungen, die in den Zuständigkeitsbereich anderer Ämter fallen – etwa Umleitungen für Radfahrer –, werden von der ZVK jedoch nicht bearbeitet.

Stellvertretender Bürgermeister Karsten Lange (CDU) argumentierte, eine vollständige Aufschlüsselung aller Veranstaltungen würde einen „unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand“ bedeuten. Zudem erklärte die Stadt, dass sie nicht systematisch erfasst, zu welchem Stadtteil eine Veranstaltung gehört, da jede einzeln auf ihre Genehmigungsfähigkeit geprüft wird. Die Grünen hatten zuvor die fehlenden Radweg-Umleitungen während Veranstaltungen wie dem Rheinfrühling, den Weinsalons und dem Marktfrühstück kritisiert.

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Die Antwort der Stadt zeigt die begrenzte Reichweite der ZVK in der Veranstaltungskoordination auf: Zwar werden einige Großveranstaltungen zentral gesteuert, logistische Aspekte wie Radverkehrsrouten fallen jedoch nicht in ihren Aufgabenbereich. Die Forderung der Grünen nach mehr Transparenz bleibt aufgrund der von der Stadt genannten administrativen Hürden vorerst unerfüllt.

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