Rheinvertiefung bei Rheinfelden: Großprojekt polarisiert vor Anhörungen
Francesco SchenkRheinvertiefung bei Rheinfelden: Großprojekt polarisiert vor Anhörungen
Großprojekt zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden in der Diskussion
Ein umfangreiches Vorhaben zur Vertiefung des Rheinbettes in der Nähe des Wasserkraftwerks Rheinfelden steht zur Debatte. Der von der naturenergie hochrhein AG vorgeschlagene Plan zielt darauf ab, die Stromerzeugung durch die Entfernung großer Mengen Gestein zu steigern. Im Rahmen öffentlicher Anhörungen Anfang Juli sollen die Initiative bewertet und Bedenken von Anwohnerinnen, Anwohnern sowie Umweltschutzgruppen erörtert werden.
Das Projekt „Rheinfelden 20plus“ sieht vor, an zwei Stellen oberhalb und unterhalb des Kraftwerks rund 35.000 Kubikmeter Fels auszuheben. Die Arbeiten dürften etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Um den Abtransport des Materials zu organisieren, werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen für den Lkw-Transport eingerichtet.
Die öffentlichen Anhörungen finden am Mittwoch, 1. Juli 2026, und Donnerstag, 2. Juli 2026, jeweils ab 10 Uhr im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen statt. In den Sitzungen werden Stellungnahmen und Einsprüche von Gemeinden, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern geprüft. Ein zentrales Thema werden auch die ökologischen Auswirkungen auf den Oberrhein sowie geplante Ausgleichsmaßnahmen sein.
Die Teilnahme an den Anhörungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der direkt am Verfahren beteiligten Parteien. Behörden, lokale Verbände und Anwohner im Landkreis Lörrach sind in die Diskussion über die Rheinvertiefung und ihre möglichen Folgen eingebunden.
Das Ergebnis der Anhörungen wird die Zukunft des Projekts „Rheinfelden 20plus“ maßgeblich prägen. Bei einer Genehmigung könnten die Vertiefungsarbeiten kurz darauf beginnen, mit einer Bauphase bis voraussichtlich Ende 2028. Die Entscheidung wird zudem bestimmen, wie Umweltbedenken und lokale Einwände in den finalen Plänen berücksichtigt werden.






