10 June 2026, 20:12

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus – was steckt dahinter?

"Totalitarische Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen grüne Anfrage

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus – was steckt dahinter?

Die Grünen haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu möglichen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen eingereicht. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der öffentlich-rechtliche Sender und Medien vermehrt konservative christliche Gruppen und deren mutmaßliche Verflechtungen mit rechtsextremen Bewegungen thematisieren.

In der parlamentarischen Anfrage wird nach Umfang, Organisation und potenzieller Gefahr fundamentalistischer christlicher Kreise mit extremistischen Bezügen gefragt. Namentlich genannt werden mehrere Personen und Gruppen, darunter eine Sekte aus Pforzheim, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, sowie bekannte Vertreter der deutschen Freikirchenszene. Die Anfrage rückt zudem Organisationen wie Alliance Defending Freedom International und den Bundesverband Lebensrecht ins Blickfeld – einschließlich des jährlichen „Marsches für das Leben“.

Gefragt wird auch nach möglichen Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Parteien wie der AfD. Die Grünen schlagen politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit extremistischem christlichem Hintergrund zu löschen. Parallel haben ARD und ZDF in Dokumentationen konservative Christen kritisch porträtiert.

Der konservative reformierte Pastor Tobias Riemenschneider wirft der Anfrage vor, traditionelle christliche Überzeugungen stigmatisieren zu wollen. Der christlich-konservative YouTuber Leonard Jäger sieht darin den Versuch, christlich-konservative Positionen moralisch zu diskreditieren.

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Die Kleine Anfrage setzt die Regierung unter Druck, das Ausmaß extremistischer Verflechtungen in fundamentalistischen christlichen Kreisen offenzulegen. Gleichzeitig entfacht sie eine Debatte darüber, ob solche Untersuchungen riskieren, konservative Religionsgemeinschaften pauschal unter Generalverdacht zu stellen. Die Vorschläge der Grünen könnten zu einer strengeren Überwachung von Online-Inhalten führen, die mit diesen Bewegungen in Verbindung stehen.

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