Georg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist gefährlich"
Francesco SchenkGeorg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist gefährlich"
ARD-Moderator Georg Restle kritisiert scharf den Umgang seines Arbeitgebers mit der rechtsextremen AfD. In jüngsten Stellungnahmen warf er dem Sender vor, die extremistischen Positionen der Partei zu normalisieren und ihre Ideologie nicht ausreichend zu hinterfragen. Restle warnte zudem, dass interne Entscheidungen bei der ARD die Erfüllung ihres öffentlich-rechtlichen Auftrags gefährdeten.
Besonders hob Restle die Verbindungen der AfD zum rechtsextremen Milieu hervor und behauptete, die Partei beziehe ihre Stärke aus gewaltbereiten Straßenbewegungen. Es sei gefährlich, ihre Ideologie als eine unter vielen politischen Meinungen zu behandeln, so der Moderator. Seiner Ansicht nach gebe es kaum Unterschiede zwischen den hardlineren Flügeln um Björn Höcke und Alice Weidel – trotz Versuchen, diese als getrennt darzustellen.
Zudem kritisierte Restle die ARD-Führung dafür, die Sendezeit seines investigativen Magazins Monitor gekürzt zu haben, und nannte dies einen "großen Fehler". Die Maßnahme schwäche die Fähigkeit des Senders, die AfD wirksam zu überprüfen, betonte er. Seine Kritik richtete sich auch gegen Kollegen, die seiner Meinung nach zögerten, die Rhetorik der Partei zu konfrontieren, während Journalisten, die es täten, "gegen starken Gegenwind" ankämpften.
Restle machte deutlich, dass er Höcke in der Wahlberichterstattung nicht dieselbe Plattform wie anderen Politikern einräumen werde. Zudem warnte er davor, globale Krisen kontextlos zu berichten, da dies nur die Ängste der Bevölkerung schüre. Der Moderator betonte, dass die Grundwerte der ARD auf dem Spiel stünden – mit schweren Folgen für die Gesellschaft, sollte sich dieser Trend fortsetzen.
Restles Kritik offenbart tiefe Gräben innerhalb der ARD über den Umgang mit der AfD. Seine Weigerung, die Partei als normale politische Kraft zu behandeln, setzt ihn von anderen im Sender ab. Der Streit wirft grundsätzliche Fragen über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seine Rolle im Kampf gegen Extremismus auf.






