Gefährlicher Chemikalien-Transporter auf der A2 gestoppt – Natriumfluorid ungesichert
Diethelm WeißGefährlicher Chemikalien-Transporter auf der A2 gestoppt – Natriumfluorid ungesichert
Ein Lastwagen mit gefährlichen Chemikalien wurde von der Polizei in der Nähe von Bielefeld angehalten, nachdem Autofahrer Bedenken wegen seines gefährlichen Zustands geäußert hatten. Das Fahrzeug, das auf der Autobahn A2 unterwegs war, verfügte über keine funktionierenden Beleuchtung und war nur durch die Warnblinkanlage für andere Verkehrsteilnehmer erkennbar.
Der Vorfall begann, als mehrere Fahrer einen Sattelschlepper auf der A2 meldeten, dessen Rückleuchten ausfielen und der lediglich mit blinkenden Blinkern unterwegs war. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford verfolgte den Lkw und hielt ihn an der Abfahrt Detmolder Straße / Steinbrinkstraße an.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der 52-jährige belarussische Fahrer Natriumfluorid transportierte. Eines der Fässer war unzureichend gesichert, das Palettengestell beschädigt und wies sichtbare Dellen auf. Zudem fehlte am Fahrzeug das vorgeschriebene Gefahrgut-Schild.
Die Feuerwehr begutachtete die Lage und stellte mindestens vier Verstöße gegen die Gefahrgutvorschriften fest. Als Vorsichtsmaßnahme sperrten die Einsatzkräfte einen 50-Meter-Bereich um den Lastwagen ab. Der Inhalt des beschädigten Fasses wird derzeit in einen sicheren Auffangbehälter umgefüllt.
Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter wurden von der Feuerwehr dekontaminiert. Die Behörden erklärten den Lkw für nicht verkehrssicher und verhängten ein Weiterfahrverbot. Weitere Verstöße könnten sich nach Auswertung der Fahrzeughistorie ergeben.
Der Lastwagen bleibt bis auf Weiteres stillgelegt, während die Ermittlungen andauern. Dem Fahrer drohen mögliche Anklagen wegen mehrfacher Sicherheits- und Regelverstöße. Die Rettungskräfte werden das Gebiet überwachen, bis die gefährlichen Stoffe vollständig gesichert sind.






