21 March 2026, 20:13

Gedenkveranstaltung in Potsdam erinnert an den "Tag von Potsdam" 1933

Detailierte alte Karte von Potsdam, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mit Text oben und unten auf dem Papier.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Gedenkveranstaltung in Potsdam erinnert an den "Tag von Potsdam" 1933

In Potsdam fand eine Gedenkveranstaltung zum 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam" statt. Dieses Datum, der 21. März 1933, gilt heute weithin als symbolische Geburtsstunde des Dritten Reiches. Die Veranstaltung erinnerte zugleich an den Übergang von der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur.

Die Feierlichkeit fand in der Garnisonkirche statt, einem Ort, der mit einem der berüchtigtsten Momente der deutschen Geschichte verbunden ist. Der Händedruck zwischen Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg vor der Kirche bleibt ein bedrückendes Bild im kollektiven Gedächtnis der Nation.

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Am 21. März 1933 traf der neu ernannte Reichskanzler Adolf Hitler in der Potsdamer Garnisonkirche mit Reichspräsident Paul von Hindenburg zusammen. Ihr öffentlicher Händedruck wurde zu einem mächtigen Symbol der NS-Propaganda und markierte das Ende der Weimarer Republik. Historiker betrachten diesen Tag heute als den Wendepunkt zur Diktatur.

Die Garnisonkirche selbst blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Ruine in den späten 1940er-Jahren von örtlichen Christen teilweise wiederhergestellt. In dem kreuzförmigen Erdgeschoss des Turms, das in "Heilig-Kreuz-Kapelle" umbenannt wurde, hielten sie Gottesdienste ab. Doch 1968 ließ der DDR-Staatschef Walter Ulbricht den Turm sprengen.

Die jüngste Gedenkveranstaltung reflektierte über die Rolle der Kirche in der deutschen Geschichte. Gleichzeitig gedachte sie der Opfer des NS-Regimes und würdigte das komplexe Erbe des Ortes.

Der "Tag von Potsdam" bleibt ein Schlüsselmoment der deutschen Vergangenheit. Die Gedenkfeier in der Garnisonkirche diente als Mahnung an die Ereignisse, die das Land 1933 prägten. Die Kirche, wenn auch nur teilweise wiederaufgebaut, steht bis heute als stummer Zeuge der Geschichte.

Quelle