27 March 2026, 14:20

Freiburger Unternehmer wegen Corona-Hilfsbetrugs und Lohnvorenthaltung angeklagt

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Freiburger Unternehmer wegen Corona-Hilfsbetrugs und Lohnvorenthaltung angeklagt

49-Jähriger Unternehmer muss sich ab März 2026 vor dem Landgericht Freiburg verantworten

Am 30. März 2026 beginnt vor dem Landgericht Freiburg der Prozess gegen einen 49-jährigen Unternehmer, dem multiple Wirtschaftsstraftaten vorgeworfen werden. Die Anklage umfasst Sozialversicherungsbetrug, Subventionsbetrug sowie wiederholte Lohnvorenthaltung. Den Ermittlungen zufolge soll er in der Corona-Pandemie staatliche Hilfsgelder missbraucht und Arbeitsrecht umgangen haben.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die Handlungen des Angeklagten zwischen März 2020 und November 2021. In diesem Zeitraum soll er 51 Mitarbeiter in seinem Freiburger Unternehmen beschäftigt haben, ohne sie bei den Sozialversicherungsträgern anzumelden. Dadurch entstanden ausstehende Beitragszahlungen in Höhe von etwa 188.000 Euro.

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Zudem wird ihm vorgeworfen, im Frühjahr 2020 falsche Angaben gemacht zu haben, um staatliche Corona-Soforthilfen zu erschleichen. Durch diese Täuschung soll er rund 60.000 Euro an öffentlichen Mitteln erhalten haben. Im Prozess wird auch geprüft, ob er in derselben Zeit wiederholt Löhne einbehalten und veruntreut hat.

Die Verhandlung beginnt am 30. März 2026 um 9 Uhr.

Das Gericht muss klären, ob der Angeklagte durch den Missbrauch von Staatshilfen und die Umgehung von Sozialabgaben Betrug begangen hat. Bei einer Verurteilung drohen ihm Strafen für die finanziellen Schäden, die sowohl bei Arbeitnehmern als auch in öffentlichen Haushalten entstanden sind. Der Fall steht exemplarisch für die verstärkte Verfolgung von Corona-Hilfsbetrug und Verstößen gegen das Arbeitsrecht.

Quelle