Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will Luxusmode erobern
Diethelm WeißFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will Luxusmode erobern
Frasers Group legt 1,7-Milliarden-Pfund-Angebot für Hugo Boss vor
Die britische Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund (rund 1,95 Milliarden Euro) für den deutschen Modekonzern Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet das Unternehmen mit 38 Euro pro Aktie für die 74 Prozent der Anteile, die Frasers derzeit nicht besitzt. Hugo Boss ist bekannt für seine Luxusmode für Herren und Damen, darunter Kleidung, Schuhe und Accessoires.
Der geplante Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Frasers rechnet mit einem Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 – vorausgesetzt, alle Bedingungen werden erfüllt.
Nach deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers das Angebot an alle Aktionäre richten, sobald der Anteil des Unternehmens an Hugo Boss 30 Prozent übersteigt. Zur Finanzierung der Transaktion hat Frasers eine Kreditfazilität mit mehreren Geldgebern vereinbart.
Frasers-CEO Michael Murray nahm nicht an den Vorstandsberatungen über das Angebot teil. Grund dafür war seine Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss, die einen potenziellen Interessenkonflikt darstellte.
Zum Jahresende 2025 wies Hugo Boss ein Bruttovermögen von 3,7 Milliarden Euro und ein Nettovermögen von 1,6 Milliarden Euro aus. Der Umsatz lag bei 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA bei 782 Millionen Euro.
Die Übernahme würde die Präsenz von Frasers im Luxusmodesegment deutlich ausbauen. Der Erfolg des Angebots hängt von den notwendigen behördlichen Freigaben und der Zustimmung der Aktionäre ab. Die Finanzierung für den Deal hat Frasers bereits gesichert.






