Forschung revolutioniert Training: Wie der Zyklus die Leistung von Sportlerinnen prägt
Hans-Jürgen ZirmeForschung revolutioniert Training: Wie der Zyklus die Leistung von Sportlerinnen prägt
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus die Leistung und Regeneration von Sportlerinnen beeinflusst. Unter der Leitung von Jana Strahler von der Universität Freiburg wird die Studie Zusammenhänge zwischen Hormonen, Stress und psychischer Gesundheit analysieren. Die Ergebnisse könnten die Trainingsmethoden und das Wohlbefinden von Spitzensportlerinnen grundlegend verändern.
Das Projekt mit dem Namen „Athletin-D“ vereint Expertinnen und Experten der Universitäten Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Die Forscherinnen und Forscher arbeiten eng mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Sportverbänden zusammen, um praxisnahe Anwendungen zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede – insbesondere die Frage, wie hormonelle Schwankungen Training und Erholung beeinflussen.
Gefördert wird die Studie vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft mit rund 1,6 Millionen Euro. Über einen Zeitraum von vier Jahren soll ein digitales System für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement entwickelt werden. Ziel ist es, Trainingsmethoden zu optimieren und gleichzeitig die langfristige Gesundheit von Sportlerinnen zu schützen.
Durch die Analyse von Stressfaktoren, Lebensstil und psychischer Gesundheit wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler maßgeschneiderte Empfehlungen erarbeiten. Die Projektergebnisse könnten Athletinnen helfen, ihre Leistung zu steigern und gleichzeitig Verletzungsrisiken sowie Erschöpfungszustände zu reduzieren.
Die Arbeit des Forschungskonsortiums könnte zu besseren Unterstützungsstrukturen für Spitzensportlerinnen führen. Als konkretes Ergebnis wird ein digitales Tool für individuelle Trainingsplanung erwartet. Langfristig könnten die Erkenntnisse auch die allgemeine Sportwissenschaft prägen.






