Elektroautos bleiben trotz Fortschritten ein Ziel für Cyberangriffe
Francesco SchenkElektroautos bleiben trotz Fortschritten ein Ziel für Cyberangriffe
Elektroautos sind heute sicherer denn je – doch Cyberrisiken bleiben bestehen. Ein neuer Bericht zeigt, wie verwundbar vernetzte Fahrzeuge trotz großer Fortschritte in der IT-Sicherheit der letzten 15 Jahre noch immer sind. Experten warnen, dass Hacker Schwachstellen in Software-Schnittstellen ausnutzen könnten, um ganze Fahrzeugflotten anzugreifen.
In den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten haben Automobilhersteller klare Standards und Vorschriften für die IT-Sicherheit in vernetzten Fahrzeugen eingeführt. Diese Maßnahmen haben das Fahren sicherer gemacht, etwa durch Unfallreduzierung dank moderner Fahrerassistenzsysteme. Dennoch finden Cyberkriminelle weiterhin Wege, um in die IT-Systeme von Autos einzudringen.
Ein besonderes Risiko stellen großflächige Angriffe auf Elektrofahrzeuge dar. Hacker könnten etwa die Heizung tausender Fahrzeuge aus der Ferne auf Höchstleistung schalten und so deren Akkus komplett entladen. Schwachstellen in Programmierschnittstellen (APIs) – wie unzureichende Authentifizierung oder Zugriffsmöglichkeiten allein über die Fahrzeug-Identifikationsnummer – machen manche Modelle anfällig. Im schlimmsten Fall könnten Angreifer ganze Baureihen lahmlegen, wenn sie diese Lücken ausnutzen.
Die Sicherheitscommunity arbeitet herstellerübergreifend zusammen, um die verbleibenden Risiken zu bekämpfen. Zwar ist die Gefahr von Unfällen durch technische Defekte deutlich gesunken, doch das Risiko von Cyberangriffen besteht weiter. Besonders Elektroautos bleiben ein bevorzugtes Ziel für Hacker, da sie stark auf vernetzte Systeme angewiesen sind.
Der Bericht bestätigt: Die IT-Sicherheit in vernetzten Fahrzeugen hat große Fortschritte gemacht, doch es gibt noch Lücken. Hersteller und Sicherheitsexperten entwickeln weiterhin gemeinsame Lösungen, um Fahrzeuge vor großangelegten Cyberbedrohungen zu schützen. Aktuell ist das Unfallrisiko stärker gesunken, als das Angriffsrisiko gestiegen ist.






