07 April 2026, 10:14

Ein tragbares Museum in 18 Hüten kommt nach Wiesbaden

Schwarzes und weißes Foto eines Museumsraums mit Tischen, Stühlen, Skulpturen an den Wänden, Fenstern mit Vorhängen und Geländern, beschriftet mit "The Museum of Fine Arts, London" unten.

Ein tragbares Museum in 18 Hüten kommt nach Wiesbaden

Ein winziges Museum, das in einen Hut passt, kommt nach Wiesbaden

Vom 28. März bis 15. Juni 2025 verwandelt der Künstler Martin La Roche den Nassauischen Kunstverein in einen "begehbaren Gedächtnispalast". Die Ausstellung mit dem Titel Memory Palace (Gedächtnispalast) macht aus Alltagsgegenständen und persönlichen Geschichten ein immersives Erlebnis, das sich über neun thematische Räume erstreckt.

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Im Mittelpunkt steht das Musée Légitime – ein tragbares Museum aus 18 Hüten, in denen sich 193 Miniaturkunstwerke befinden. Zum ersten Mal wird die gesamte Sammlung an einem Ort zu sehen sein. Besucher können Räume wie das Foyer, die Bibliothek oder das Spielzimmer erkunden, die mit Objekten, Klängen und Texten gefüllt sind und Themen wie Identität, Kindheit und stille Schönheit aufgreifen.

Im Wintergarten lagern 192 Gegenstände in nummerierten Boxen. Die Besucher können Objekte auswählen und durch das Verschicken von Postkarten an die Galerie neu anordnen. Im Spielzimmer wartet Sandplay – eine Installation, inspiriert von Dora Kalffs Sandspieltherapie, die zum Mitmachen und Reflektieren einlädt.

La Roches Ansatz verbindet Gespräch und Kunst und verwandelt den Raum in etwas zwischen Spiel und Ausstellung. Selbst ein Kreuzworträtsel der Guardian diente als Inspirationsquelle für die Schau, die Bücher, Installationen und Alltagsdetails zu poetischen Verbindungen verwebt. Herausgekommen ist ein Ort, an dem das Gewöhnliche außergewöhnlich wird.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. In der Wilhelmstraße 15 gelegen, erfindet sie den Kunstverein als lebendiges Archiv der Erinnerung neu. Jeder Raum bietet eine andere Möglichkeit, sich mit Geschichten, Objekten und den verborgenen Schichten des Alltags auseinanderzusetzen.

Quelle