19 April 2026, 02:13

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Rolllade mit Text sowie einem nahen Müllcontainer.

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

Prozess in Kempten: Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben

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Vor dem Landgericht Kempten hat der Prozess gegen zwei Angeklagte begonnen, die beschuldigt werden, fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren unterschlagen zu haben. Im Mittelpunkt steht ein 40-jähriger Mitarbeiter der Stadtverwaltung und seine 38-jährige Ehefrau, die seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft sitzen. Die Staatsanwaltschaft fordert die vollständige Rückerstattung der veruntreuten Gelder.

Das System der Bereicherung soll bereits seit über einem Jahrzehnt bestanden haben: Der Mann soll regelmäßig Parkuhren geleert und das Bargeld für sich behalten haben. Seine Frau soll ihm geholfen haben, die Beute zu waschen, indem sie die Summen auf verschiedene Konten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte. Jahrelang blieb das Paar unentdeckt.

Erst im November 2025 flog der Betrug auf, als eine Bank ungewöhnliche Kontobewegungen meldete. Die Behörden schritten umgehend ein, nahmen das Ehepaar fest und leiteten Ermittlungen ein. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartungsarbeiten an ein externes Unternehmen.

Beide Angeklagte befinden sich seit ihrer Verhaftung in Haft. Der Prozess dauert an, während die Staatsanwaltschaft ihre Beweisführung für die Einziehung der gestohlenen Summe aufbaut.

Bei einer Verurteilung drohen dem Paar harte Strafen, darunter die vollständige Einziehung aller illegal erwirtschafteten Gelder. Der Fall hat bereits zu Veränderungen in der Verwaltung der Parkeinnahmen in Kempten geführt: Strengere Kontrollen sollen künftig ähnliche Betrugsfälle verhindern.

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