05 April 2026, 04:12

Droh-E-Mail gegen Rammstein-Coverband bringt Halles Clubszene in Aufruhr

Schwarzer Hintergrundplakat mit einer Gruppe von Menschen, die Trommeln spielen und deutscher Text, der Unterstützung für die Sozialdemokraten fordert.

Droh-E-Mail gegen Rammstein-Coverband bringt Halles Clubszene in Aufruhr

Eine umstrittene E-Mail hat die Nachtlife-Szene in Halle in Aufruhr versetzt, nachdem sie sich gegen den Club Tante Manfred richtete. Die mit aggressiver Sprache gefüllte Nachricht fordert die Absage eines bevorstehenden Konzerts einer Rammstein-Coverband. Verfasst von einer Gruppe, die sich Antifaschistische und Feministische Aktionsallianz Halle/Saale nennt, enthält sie Drohungen und extreme Parolen wie "KILL TILL!".

Im Mittelpunkt steht der für den 2. Mai 2026 geplante Auftritt der Rammstein-Tribute-Band. Die Absender werfen der Originalband und ihrem Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierten Tabubruch" vor. Sie bestehen darauf, dass der Club die Veranstaltung absagen muss – andernfalls drohten unbestimmte Konsequenzen.

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Betreiber Matthias Golinski zeigt sich jedoch unbeeindruckt. Er bestätigte, dass das Konzert wie geplant stattfinden werde, trotz der Drohungen. Tante Manfred beruft sich dabei auf das Prinzip der künstlerischen Freiheit – vorausgesetzt, alle Auftritte halten sich im rechtlichen Rahmen.

Bisher gibt es keine Hinweise auf frühere Proteste oder Boykottaufrufe der Antifaschistischen und Feministischen Aktionsallianz Halle/Saale gegen andere kulturelle Veranstaltungen in der Stadt. Das plötzliche Eingreifen der Gruppe verunsichert nun lokale Veranstaltungsorte und Organisatoren.

Der Club bleibt bei seiner Entscheidung, das Konzert auszurichten. Nicht äußerer Druck, sondern rechtliche Grenzen bestimmen, was auf der Bühne geschieht. Vorerst wird die Veranstaltung wie geplant stattfinden – doch die Spannungen in Halle's Nachtlife-Szene nehmen weiter zu.

Quelle