20 March 2026, 06:15

Doppelsitz der Regierung kostet Steuerzahler Millionen – warum Bonn noch immer teuer bleibt

Detailierte alte Karte von Bonn, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und markanten Punkten mit sichtbarem Text.

Mehr als 10 Millionen Euro für die Berlin-Bonn-Trennung - Doppelsitz der Regierung kostet Steuerzahler Millionen – warum Bonn noch immer teuer bleibt

Die Zweiteilung der deutschen Regierung zwischen Berlin und Bonn kostet die Steuerzahler weiterhin Jahr für Jahr Millionen. Im Jahr 2023 stiegen die Ausgaben für die Unterhaltung der doppelten Ministeriumsstandorte auf über 10,3 Millionen Euro – ein Anstieg um 1,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Kritiker fordern nun ein Ende dieser seit Langem bestehenden Regelung.

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Die Aufteilung geht auf das Bonn-Berlin-Gesetz von 1994 zurück, das vorsah, dass der Großteil der Bundesministerien nach dem Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin in Bonn bleiben sollte. Noch heute haben sechs der 16 deutschen Ministerien ihren Hauptsitz in Bonn. Die übrigen neun, die in Berlin ansässig sind, unterhalten in der ehemaligen Hauptstadt Nebenstellen.

Dienstreisen zwischen den beiden Städten treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe. 2023 stiegen die Ausgaben für Geschäftsreisen um 15,3 Prozent auf über 5,9 Millionen Euro. Höhere Reisekosten und häufigere Fahrten trugen zu diesem Anstieg bei.

Trotz der hohen Ausgaben arbeitet heute nur noch ein Viertel der Bundesbediensteten in Bonn. Die Stadt behält jedoch ihren Status als Bundesstadt und bleibt damit ein wichtiger Standort für Bundesbehörden. Doch der Widerstand wächst. Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken, kritisierte die anhaltenden Kosten und forderte ein Ende der Zweiteilung.

Die Berlin-Bonn-Regelung bleibt ein kostspieliges Erbe der deutschen Wiedervereinigung. Angesichts steigender Ausgaben und sinkender Mitarbeiterzahlen in Bonn wird der Druck, die Behörden an einem Standort zu bündeln, voraussichtlich weiter zunehmen. Bisher hat die Regierung jedoch keine Änderungen am bestehenden System angekündigt.

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