"Die Pfalz bleibt Antifa": Erste Großdemo seit 2020 zieht durch Kaiserslautern
Conrad Pechel"Die Pfalz bleibt Antifa": Erste Großdemo seit 2020 zieht durch Kaiserslautern
Unter dem Motto "Die Pfalz bleibt Antifa" fand am 21. März 2026 in Kaiserslautern eine Kundgebung und ein Demonstrationsmarsch statt. Rund 150 bis 200 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, die die erste dieser Art in der Stadt seit 2020 darstellte.
Die Versammlung begann um 16:00 Uhr am Guimarães-Platz und zog anschließend durch die Innenstadt. Die Teilnehmenden folgten einer festgelegten Route und erreichten gegen 18:30 Uhr den Musikerplatz. Zwar verlief die Demonstration weitgehend friedlich, doch einige Anwesende verstießen gegen Versammlungsregeln, indem sie Masken trugen und Pyrotechnik zündeten. Die Polizei sprach Verwarnungen aus und unterbrach den Marsch kurzzeitig.
Ein Mann mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene wurde festgenommen, nachdem er eine Platzverweisung ignoriert und für Störungen gesorgt hatte. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam, gewaltsame Auseinandersetzungen blieben jedoch aus. Die Behörden bestätigten später, dass wegen der Ordnungswidrigkeiten rechtliche Schritte eingeleitet würden.
Aus öffentlichen Unterlagen geht hervor, dass seit 2020 weder in Kaiserslautern noch anderswo in Rheinland-Pfalz vergleichbare Demonstrationen unter dem Motto "Rheinland-Pfalz bleibt Antifa" stattgefunden haben.
Der Marsch endete ohne größere Zwischenfälle, doch die Polizei dokumentierte mehrere Verstöße gegen die Versammlungsauflagen. In Zusammenhang mit den Regelverstößen laufen nun juristische Verfahren. Es handelte sich um die erste Veranstaltung dieser Art in der Region seit über fünf Jahren.






