Daniela Schmitt tritt nach FDP-Debakel in Rheinland-Pfalz zurück
Hans-Jürgen ZirmeDaniela Schmitt tritt nach FDP-Debakel in Rheinland-Pfalz zurück
Daniela Schmitt, die scheidende Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, hat ihren Rücktritt als Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) bekannt gegeben. Der Schritt folgt auf die vernichtende Niederlage der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der sie nur 2,1 Prozent der Stimmen holte und damit alle Mandate im Parlament verlor.
Schmitt hatte den FDP-Landesvorsitz im April 2025 nach einem erbitterten internen Machtkampf übernommen. Ihre politische Karriere war zuvor steil bergauf gegangen: Sie war in ihren frühen Dreißigern der Partei beigetreten, später Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz geworden, bevor sie in die Regierung eintrat. Bei der Landtagswahl 2021 führte sie die FDP als Spitzenkandidatin zu 5,5 Prozent und sicherte der Partei damit den Einzug ins Parlament.
Als Ministerin gelang ihr ein wichtiger Erfolg, als sie eine Milliardeninvestition des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in ihre Heimatstadt Alzey holte. Doch bei der Wahl 2026, die am 22. März stattfand, brach die FDP dramatisch ein. Während die CDU mit 31 Prozent stärkste Kraft wurde, fiel die SPD auf 25,9 Prozent, und die AfD legte auf 19,5 Prozent zu. Die FDP hingegen stürzte auf nur noch 2,1 Prozent ab – weit unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Verbleib im Parlament nötig gewesen wäre.
Schmitt wird bei der FDP-Führungswahl im Mai nicht mehr antreten. Ihr Rücktritt fällt mit dem des Bundesvorsitzenden Christian Dürr zusammen, der ebenfalls nach dem schlechten Wahlergebnis zurücktritt.
Der Austritt der FDP aus dem rheinland-pfälzischen Landtag bedeutet einen steilen Absturz im Vergleich zur Wahl 2021. Mit Schmitts Abgang bleibt die Partei erstmals seit der letzten Wahl ohne Vertretung im Landtag. Ihr Nachfolger steht vor der Herausforderung, die Unterstützung der Partei bis zu künftigen Wahlen wieder aufzubauen.






