30 March 2026, 06:14

CDU Solingen prüft Mobbingprävention an Schulen und Kitas nach besorgniserregenden Zahlen

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon spricht, das auf einem Ständer steht, und hinter ihnen eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen ist, der mit Ballons bekrönt ist.

CDU Solingen prüft Mobbingprävention an Schulen und Kitas nach besorgniserregenden Zahlen

Die Solinger CDU hat eine Untersuchung zur Prävention von Mobbing an Schulen und Kitas in der Stadt eingeleitet. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken, dass die bisherigen Maßnahmen trotz steigender Meldungen von Mobbing – sowohl im persönlichen Umfeld als auch online – nicht ausreichen. Bundesweite Studien deuten darauf hin, dass das Problem tausende Kinder betrifft, darunter schätzungsweise 2.800 allein in Solingen.

Die Untersuchung wird prüfen, wie Mittel aus dem Bildungsbudget von Nordrhein-Westfalen in den vergangenen fünf Jahren für die Mobbingprävention eingesetzt wurden. Zudem wird sie die eigenen finanziellen Beiträge der Stadt zu bestehenden Programmen unter die Lupe nehmen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Schulsozialarbeit, deren Potenzial die CDU bei der Bekämpfung des Problems als unzureichend genutzt ansieht.

Aktuelle Daten unterstreichen das Ausmaß der Problematik: Eine Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat. Hochgerechnet auf Solingen wären das etwa 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Die PISA-Studie 2022 zeigte zudem, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland angaben, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden.

Besonderes Interesse gilt den bereits bestehenden präventiven Maßnahmen wie Konfliktlösungstrainings und Resilienzprogrammen. Die Untersuchung wird sich auch mit Cybermobbing befassen, etwa in Klassenchatgruppen. Allerdings liefern aktuelle Recherchen keine konkreten Daten zu dokumentierten Mobbingfällen in Solingen der letzten drei Jahre – weder aus der Schulsozialarbeit noch von Jugendämtern oder medizinischen Einrichtungen.

Über die Finanzierung und bestehenden Programme hinaus zielt die Untersuchung darauf ab, deren langfristige Wirksamkeit zu bewerten. Die CDU will herausfinden, wie effektiv die Maßnahmen Mobbing reduzieren und betroffene Kinder unterstützen.

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Die Ergebnisse sollen die Grundlage für künftige Strategien in Solinger Schulen und Kitas bilden. Der Vorstoß der CDU für eine intensivere Debatte über Mobbingprävention kommt zu einer Zeit, in der Studien auf ein weiterhin weit verbreitetes Problem hinweisen. Nun werden Ausgaben, Programmerfolge und Lücken im aktuellen Unterstützungssystem überprüft.

Quelle