02 April 2026, 16:13

CDU-Politiker Bommert löst mit NS-Video auf Instagram Empörung aus

Wappen von Brandenburg-Ansbach mit einem gekrönten Schild mit einem springenden Löwen links, einem Chevron rechts und dem Wort "Brandenburg" darunter.

CDU-Politiker Bommert löst mit NS-Video auf Instagram Empörung aus

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU-Landtagsfraktion, steht nach der Veröffentlichung eines Videos mit Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit auf seinem Instagram-Account in der Kritik. Die Aufnahmen zeigten Enthusiasten auf restaurierten Wehrmacht-Motorrädern und lösten umgehend scharfe Reaktionen von Parteikollegen aus. Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert in diesem Jahr mit umstrittenen Veröffentlichungen Aufsehen erregt.

Das inzwischen gelöschte Video zeigte ein Treffen mit historischen Wehrmacht-Motorrädern in Uniform. Bommert weigerte sich zunächst, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen. Kurz darauf räumte er ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz verurteilte sowohl den Inhalt des Videos als auch dessen Verbreitung. Er kündigte eine interne Prüfung an und erklärte, er werde direkt mit Bommert sprechen. Die Partei sprach später eine offizielle Rüge aus, entband ihn jedoch nicht von seinen verbleibenden Ämtern.

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Bereits Anfang des Jahres war Bommert für einen WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er seine Lieblingspolitiker – Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang – zusammen mit verstorbenen Prominenten aufgelistet hatte. Trotz dieser Kontroversen hat in den vergangenen fünf Jahren kein CDU-Politiker in Brandenburg wegen historischer oder politischer Äußerungen sein Amt niedergelegt oder interne Sanktionen erhalten.

Bommert bleibt weiterhin stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, auch wenn die Partei ihn offiziell gerügt hat. Der Vorfall reiht sich in eine Serie umstrittenen Verhaltens ein, weitere disziplinarische Maßnahmen wurden jedoch nicht ergriffen. Interne Gespräche zu dem Thema sollen fortgesetzt werden.

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