Braunschweig prüft Winterdienst nach Chaos durch Sturm "Elli" und ungeräumte Straßen
Conrad PechelBraunschweig prüft Winterdienst nach Chaos durch Sturm "Elli" und ungeräumte Straßen
Der Stadtrat von Braunschweig hat einen Antrag zur Überprüfung des Winterdienstes beschlossen, nachdem heftige Schneefälle viele Straßen und Radwege tagelang ungeräumt ließen. Die Entscheidung folgt auf weitverbreitete Frustration über Verzögerungen durch Sturm „Elli“, der den Verkehr und den Alltag in der gesamten Region lahmlegte.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht ALBA, der Dienstleister, der für die Schneeräumung zuständig ist. Kritik gab es an Personal- und Ausstattungsmangel während der anhaltenden Schneefälle.
Sturm „Elli“ traf Mitte Februar die Region und stürzte Braunschweig und Umgebung ins Chaos. Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und Straßen wurden durch hohe Schneeverwehungen unpassierbar. Straßen wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße waren teilweise oder vollständig tagelang nicht geräumt, sodass Anwohnerinnen und Anwohner festsaßen.
Besonders vernachlässigt wurden die Radwege. Die Stadtverwaltung gab zu, dass diese im besten Fall nur alle 19 Stunden geräumt werden konnten. Radfahrer sahen sich gefährlichen Bedingungen ausgesetzt, und viele äußerten sich empört über die langsame Reaktion. Die Schneepflug-Teams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch frischer Schneefall bedeckte die Straßen schnell wieder, sodass ihre Bemühungen kaum Wirkung zeigten.
Am 18. Februar reichte die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS einen Antrag ein, in dem sie Aufklärung über die Pannen beim Winterdienst forderte. Sie argumentierte, dass ALBAs aktuelle Personal- und technische Ausstattung nicht ausreiche, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen. Der Antrag verwies zudem darauf, wie die Verzögerungen im Widerspruch zum „Mobilitätsentwicklungsplan 2035+“ der Stadt stehen, der durch eine verbesserte Radinfrastruktur nachhaltigen Verkehr fördern soll.
Der Stadtrat unterstützt den Vorschlag nun und fordert eine umfassende Überprüfung der Winterdienstleistungen von ALBA. Die Untersuchung soll klären, ob mehr Personal, bessere Ausstattung oder überarbeitete Strategien nötig sind, um ähnliche Probleme bei künftigen Stürmen zu vermeiden.
Die Prüfung wird zeigen, wie Braunschweig seinen Winterdienst vor der nächsten Kälteperiode verbessern kann. Mögliche Maßnahmen könnten eine Aufstockung des Personals, zusätzliche Räumfahrzeuge oder eine überarbeitete Prioritätenliste für Straßen und Radwege umfassen. Ziel ist es, bei starkem Schneefall schnellere und zuverlässigere Räumungen zu gewährleisten – im Einklang mit den Verkehrsplänen der Stadt.






