Brandenburg erlaubt erste personalfreie Supermärkte rund um die Uhr
Francesco SchenkBrandenburg erlaubt erste personalfreie Supermärkte rund um die Uhr
Brandenburg wird das erste deutsche Bundesland, das vollständig automatisierte, personalfreie Supermärkte zulässt. Die Landesregierung hat gesetzliche Änderungen beschlossen, die es diesen intelligenten Läden ermöglichen, rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche zu öffnen. Mit diesem Schritt soll der Mangel an Einkaufsmöglichkeiten in ländlichen Regionen begegnet werden, wo traditionelle Geschäfte zunehmend verschwinden.
Die SPD/CDU-Koalition in Brandenburg unterstützt Novellen des Ladenschlussgesetzes des Landes. Diese Änderungen werden es Mini-Supermärkten erlauben, ohne Personal durchgehend zu betreiben. Bisher sind die Öffnungszeiten begrenzt, doch die neuen Regelungen würden diese Beschränkungen für automatisierte Läden aufheben.
Sozialminister René Wilke (SPD) hat sich positiv zu dem Vorhaben geäußert. Er argumentiert, dass personalfreie Geschäfte die lokale Versorgung sichern und die Lebensqualität im gesamten Bundesland verbessern würden. Bevor die Pläne in Kraft treten können, muss der Landtag ihnen jedoch noch zustimmen.
Der Wandel kommt zu einer Zeit, in der ländliche Gemeinden zunehmend schlechteren Zugang zu Lebensmitteln haben. Traditionelle Supermärkte kämpfen in dünn besiedelten Gebieten ums Überleben und hinterlassen Lücken bei der Grundversorgung. Automatisierte Läden könnten diese Versorgungslücken schließen, indem sie grundlegende Waren zu jeder Tages- und Nachtzeit anbieten.
Wird das Gesetz verabschiedet, dürfen intelligente Läden in Brandenburg ohne Unterbrechung betrieben werden. Diese personalfreien Geschäfte würden eine Lösung für Landbewohner bieten, die derzeit nur eingeschränkt Zugang zu Lebensmitteln haben. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.






