Berliner Demo fordert Schutz vor sexualisierter digitaler Gewalt und Deepfakes
Francesco SchenkBerliner Demo fordert Schutz vor sexualisierter digitaler Gewalt und Deepfakes
Eine Demonstration in Berlin hat die Aufmerksamkeit auf das wachsende Problem sexualisierter digitaler Gewalt gelenkt. Unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen" forderten die Teilnehmenden stärkere Schutzmaßnahmen im Netz. Der Fall der Journalistin Collien Fernandes, deren Deepfake-Bilder ohne ihre Zustimmung verbreitet wurden, zeigt den dringenden Handlungsbedarf auf.
Fernandes, die selbst jahrelang Opfer von Missbrauch war, sah sich mit sexuell expliziten Deepfakes konfrontiert, die über mehrere Jahre hinweg erstellt und geteilt wurden. Die gefälschten Inhalte richteten sich auch gegen ihr berufliches Umfeld – Kontakte erhielten Nachrichten, die fälschlicherweise in ihrem Namen verschickt wurden.
Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt auf Arbeits- und Berufsthemen, beschäftigt sich häufig mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von KI. Die in Hamburg ansässige Journalistin arbeitete zuvor beim Manager Magazin und berichtete dort über die KI-Branche. Heute liegt ihr Fokus darauf, wie Technologie Arbeitswelt und soziale Dynamiken verändert.
Die Nichtregierungsorganisation HateAid, die sich für digitale Menschenrechte einsetzt, unterstützt Betroffene wie Fernandes. Die Organisation setzt Psycholog:innen und Berater:innen ein, um Menschen zu helfen, die von digitaler Gewalt betroffen sind. Ihre Beteiligung an der Demonstration unterstreicht die Forderung nach besseren rechtlichen und technischen Schutzmechanismen.
Die Berliner Kundgebung erhöht den Druck auf die Behörden, digitale Gewalt wirksamer zu bekämpfen. Betroffene wie Fernandes leiden weiterhin unter den langfristigen Folgen von Deepfakes, während Interessenverbände strengere Regulierungen fordern. Die Demonstration markiert einen wichtigen Schritt, um das öffentliche Bewusstsein für das Thema zu schärfen.






