Berlin schlägt gegen organisierte Kriminalität mit Großrazzia zu
Hans-Jürgen ZirmeBerlin schlägt gegen organisierte Kriminalität mit Großrazzia zu
Berliner Behörden beschlagnahmen 120 illegale Spielautomaten bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität
Bei einer großangelegten Aktion im März konfiszierten die Berliner Behörden 120 illegale Spielgeräte im Rahmen der Bekämpfung organisierter Kriminalität. Die Operation richtete sich gegen mutmaßliche Geldwäsche- und illegale Glücksspielnetzwerke. Gleichzeitig kündigten die Verantwortlichen an, sich für schärfere Bundesgesetze einzusetzen, um die Bekämpfung krimineller Finanzströme wirksamer zu gestalten.
Am 18. März durchsuchten rund 400 Beamte 74 Objekte in der Hauptstadt. Bei den Razzien wurden Spielautomaten sichergestellt, die mit illegalem Glücksspiel und Geldwäsche in Verbindung gebracht werden. Die Geräte sollen nach Angaben der Ermittler etwa 180.000 Euro an Einnahmen für mutmaßliche Kriminelle generiert haben.
Innensenatorin Iris Spranger bestätigte, dass die länderübergreifenden Ermittlungen fortgesetzt würden. Sie betonte, illegale Spielautomaten seien ein zentrales Betätigungsfeld der organisierten Kriminalität und verursachten jährlich Millionenschäden für die Wirtschaft. Justizsenator Felor Badenberg unterstützte diesen Kurs und erklärte, die Beschlagnahmung illegal erwirtschafteten Vermögens sei ein wirksames Mittel, um kriminelle Machenschaften zu unterbinden.
Der Berliner Senat setzt sich nun für eine Änderung des Bundesrechts ein. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, müssten Verdächtige in bestimmten Fällen nachweisen, dass ihr Vermögen aus legalen Einkünften stammt. Gelingt dieser Nachweis nicht, droht die Einziehung. Seit August 2023 haben die Behörden bereits rund 330.000 Euro beschlagnahmt. Zudem laufen Verfahren im Zusammenhang mit über zwei Millionen Euro sowie gesicherten Vermögenswerten in Höhe von etwa sieben Millionen Euro.
Die Aktion markiert einen wichtigen Schritt im Kampf Berlins gegen die organisierte Kriminalität. Strengere Gesetze würden – sofern verabschiedet – die Beweislast in Vermögensfällen auf die Beschuldigten verlagern. Die Behörden wollen den Druck auf kriminelle Netzwerke erhöhen, indem sie deren finanzielle Strukturen gezielt angreifen.






