Berlin plant radikale autofreie Friedrichstraße mit Fahrrad-Priorität und neuem Flair
Diethelm WeißBerlin plant radikale autofreie Friedrichstraße mit Fahrrad-Priorität und neuem Flair
Berliner Friedrichstraße vor radikaler Umgestaltung: Autofreie Zone mit Fahrrad-Priorität
Die Berliner Friedrichstraße steht vor einem grundlegenden Wandel: Geplant ist die Abschaffung des Autoverkehrs und die Schaffung einer fahrradfreundlichen Zone. Das Projekt sorgt unter Anwohnern für Diskussionen, während die Stadtverwaltung einen stärker fußgängerorientierten Bereich vorantreibt. Die Veränderungen sollen sich auch auf den nahegelegenen Gendarmenmarkt erstrecken und beide Orte zu einem einheitlichen Ensemble verbinden.
Die zuständige Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) kündigte kürzlich einen Architekturwettbewerb an, um die Zukunft der Friedrichstraße als Fußgängerzone zu gestalten. Der Schritt folgt Vorschlägen des Planungsbüros CKSA, das einen fließenden Übergang zwischen der Straße und dem Gendarmenmarkt vorsieht.
Laut den Plänen soll die Friedrichstraße komplett autofrei werden – mit einer ebenerdigen, bordsteinfreien Zone vor den Gebäuden. Auch die Querstraßen zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt werden für Fahrzeuge gesperrt und in öffentliche Flächen umgewandelt. Lieferverkehr bleibt möglich, allerdings nur über kleinere, befahrbare Kopfsteinpflasterflächen in quadratischem Muster.
Ziel der Neugestaltung ist es, das Viertel aufzuwerten und an den eleganten Stil des Gendarmenmarkts anzupassen. Natürliche Steinpflaster, große Bäume und Kunstinstallationen sollen das Bild prägen. Zudem schlägt das Büro CKSA eine repräsentative Eingangszone vor, um hochwertige Läden und Gastronomie anzuziehen.
Für mehr Aufenthaltsqualität sind Wasserspiele und gezielt platzierte Kunstobjekte vorgesehen. Die Vision: eine einladendere Atmosphäre – ohne Autos und Fahrräder in den Kernbereichen.
Die Umgestaltung soll Friedrichstraße und Gendarmenmarkt zu einem verbundenen, autofreien Viertel verschmelzen. Die Stadt hofft, damit die Attraktivität des Quartiers zu steigern, muss dabei aber auch Bedenken der Anwohner berücksichtigen. Die finale Gestaltung hängt vom Ausgang des Architekturwettbewerbs und weiterer Bürgerbeteiligung ab.






