Bayerns Frauen kämpfen sich zum 1:1 gegen Barcelona – und halten Halbfinale-Traum lebendig
Diethelm WeißBayerns Frauen kämpfen sich zum 1:1 gegen Barcelona – und halten Halbfinale-Traum lebendig
Bayern Münchens Frauenmannschaft hält Champions-League-Träume mit hart erkämpftem 1:1 gegen Barcelona am Leben
Mit einem mühsam errungenen 1:1 gegen den FC Barcelona hat die Frauenmannschaft des FC Bayern München ihre Hoffnungen auf das Halbfinale der Champions League aufrechterhalten. Das Ergebnis markiert eine deutliche Steigerung nach der 1:7-Niederlage im Hinspiel. Vor rekordverdächtigen 31.000 Zuschauern im Münchner Stadion – der höchsten Zuschauerzahl, die je ein Champions-League-Spiel der Bayern-Frauen verzeichnete – zeigte das Team eine starke Leistung.
Diesmal setzte Bayern auf eine defensivere Taktik und machte Barcelona über weite Strecken des Spiels das Leben schwer. Der verdiente Ausgleich gelang in der 69. Minute durch Franziska Kett. Pernille Harder hatte maßgeblichen Anteil am Spielaufbau und bereitete den Treffer vor.
Doch die Partie nahm eine dramatische Wende, als Kett in der 79. Minute nach einem Haarziehen an Barcelonas Salma Paralluelo die Rote Karte sah. Auch Trainer José Barcala musste vom Platz – er hatte zuvor bereits Gelb-Rot wegen Protests gegen die Schiedsrichterentscheidung erhalten. Bianca Rech, die sportliche Leiterin der Bayern-Frauen, kritisierte später Ketts Platzverweis als ungerechtfertigt.
Trotz der Rückschläge bleibt Bayerns Traum vom ersten Champions-League-Finale weiterhin realistisch. Mittelfeldspielerin Giulia Gwinn zeigte sich nach dem Spiel kämpferisch: "Sie sind nicht unschlagbar. Alles ist möglich."
Das 1:1 gibt den Münchnerinnen vor dem Rückspiel noch eine Chance. Allerdings müssen sie auf Kett und Barcala verzichten, die für die nächste Partie gesperrt sind. Mit ihrer kämpferischen Haltung und taktischen Anpassung hat die Mannschaft ihre historische Saison vorerst gerettet.






