Anti-Schnuten-Tag: Warum Tausende am 22. Juli gegen den Schmollmund protestieren
Francesco SchenkAnti-Schnuten-Tag: Warum Tausende am 22. Juli gegen den Schmollmund protestieren
Jedes Jahr am 22. Juli nehmen Tausende Menschen am Anti-Schnuten-Tag teil – einer humorvollen Protestaktion gegen die beliebte Schmollmund-Pose auf Fotos. Die Initiative startete 2011 als lockere Kampagne des deutschen Comedy-Trios Y-TITTY und hat sich seitdem zu einer bekannten Online-Bewegung mit eigener Hymne, Abzeichen und treuen Anhängern entwickelt.
Der Begriff "Schnute" (im Englischen "Duckface") beschreibt die übertriebene Kussmund-Pose, die oft in Selfies und Profilbildern zu sehen ist. Studien zeigen, dass Frauen, die diese Pose auf Dating-Plattformen wie OkCupid nutzen, tendenziell mehr Nachrichten erhalten. Kritiker halten die Pose jedoch für unnatürlich und übertrieben.
Als Reaktion darauf rief Y-TITTY 2011 den Anti-Schnuten-Tag ins Leben. Die erste offizielle Aktion fand ein Jahr später statt – mit rund 21.000 Teilnehmern. Unterstützer ersetzen an diesem Tag ihr Profilbild durch ein spezielles Anti-Schnuten-Abzeichen, um Flagge zu zeigen.
Mittlerweile hat sich die Bewegung über die sozialen Medien hinaus ausgeweitet: Y-TITTY veröffentlichte eine offizielle Anti-Schnuten-Hymne auf YouTube, und der Tag verfügt über eine eigene Facebook-Seite sowie einen Blog unter antiduckface.com. Kurioserweise fällt der 22. Juli auch auf den Pi-Approximation-Day – eine weitere skurrile Besonderheit dieses Datums.
Der Anti-Schnuten-Tag sorgt Jahr für Jahr für Aufmerksamkeit und bietet eine humorvolle Alternative zum Schmollmund-Trend. Durch die wachsende Online-Präsenz – inklusive Hymne und Abzeichen – bleibt die Bewegung lebendig. Für alle, die die Schmollmund-Pose leid sind, bleibt er eine lockere Möglichkeit, ein Statement zu setzen.






