18 April 2026, 06:13

22.000 protestieren in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt nach Fernandes' Enthüllungen

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Feminismus ohne Trans-Frauen" und Schilder in einer Öffentlichen Straße mit einer Wand und einem Rollladen im Hintergrund.

22.000 protestieren in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt nach Fernandes' Enthüllungen

Machtvolle Proteste gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg eine eindrucksvolle Demonstration gegen sexualisierte Gewalt statt. Tausende versammelten sich, um die Schauspielerin Collien Fernandes zu unterstützen, die öffentlich über ihre Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, sprach. Die Veranstaltung, für die zunächst 7.500 Teilnehmer erwartet worden waren, zog weitaus größere Menschenmengen an als angenommen.

Fernandes stand auf einer Bühne vor dem Hamburger Rathaus, ihre Stimme brach, als sie sich an die Menge wandte. Erst eine Woche zuvor hatte sie ihre Vorwürfe öffentlich gemacht – die emotionale Belastung war deutlich zu spüren. Sie enthüllte, dass sie eine schusssichere Weste trug und unter Polizeischutz stand, nachdem sie Todesdrohungen erhalten hatte.

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Die Proteste wuchsen rasant über alle Erwartungen hinaus. Die Organisatoren schätzten die Teilnehmerzahl auf 22.000, die Polizei ging von 17.000 aus. Viele Frauen in der Menge teilten ihre eigenen Gewalterfahrungen und betonten, dass es sich nicht um Einzelschicksale, sondern um ein strukturelles Problem handle.

Fernandes fragte, warum Opfer gezwungen seien, sich zu äußern, anstatt dass die Täter Verantwortung übernähmen. Sie forderte ein Ende des Schweigens über sexualisierte Gewalt und hofft, dass ihre Geschichte andere ermutigt, sich zu melden. Die Kundgebung endete mit jungen Frauen, die Solidaritätsrufe skandierten und die Fäuste reckten.

Unterdessen sprach in Berlin die Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf einer Demonstration und fragte, was nötig sei, damit die Bundeskanzlerin sich öffentlich hinter Überlebende sexualisierter Gewalt stelle.

Der Protest in Hamburg zeigte das Ausmaß der öffentlichen Unterstützung für Betroffene. Fernandes' Entscheidung, trotz Drohungen an die Öffentlichkeit zu gehen, hat eine breitere Debatte über Verantwortung ausgelöst. Die hohe Teilnehmerzahl deutet auf eine wachsende Forderung nach strukturellem Wandel hin.

Quelle