17 June 2026, 17:18

WM-Fieber kostet deutsche Unternehmen Milliarden – wie Chefs reagieren

Weltmeisterschaft kostet deutsche Unternehmen 1,1 Milliarden Euro - das ist der Arbeitsausfall

WM-Fieber kostet deutsche Unternehmen Milliarden – wie Chefs reagieren

Die Weltmeisterschaft sorgt weltweit für Arbeitsausfälle

Die Fußball-WM bringt in Betrieben rund um den Globus die Abläufe durcheinander. Viele Beschäftigte finden Wege, das Turnier zu verfolgen – selbst während der Arbeitszeit. Die diesjährige Austragung erstreckt sich über fast fünf Wochen und umfasst mit 104 Spielen einen neuen Rekord.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Rund jeder siebte Arbeitnehmer weltweit gibt zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu schauen. Im Schnitt verbringen Beschäftigte etwa 26 Minuten ihres Arbeitstags mit WM-Inhalten. Über die gesamte Dauer des Turniers summiert sich das auf rund zwölf Stunden verlorene Produktivität pro deutschem Arbeitnehmer.

In Deutschland sind die wirtschaftlichen Folgen spürbar: Unternehmen rechnen mit Einbußen von etwa 1,3 Milliarden Euro durch geringere Arbeitsleistung. Da viele Spiele spät in der Nacht oder am frühen Morgen beginnen, kommen manche Mitarbeiter verspätet zur Arbeit. Gerichte haben entschieden, dass das Hören von Spielen im Radio grundsätzlich zulässig ist – solange es die Kollegen nicht stört.

Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt es Beschäftigten nicht automatisch, die WM während der bezahlten Arbeitszeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers zu verfolgen. Wer nach nächtlichen Spielen zu spät kommt, muss mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Erscheint ein Mitarbeiter betrunken nach einem Spiel, dürfen Arbeitgeber ihn ohne Lohnfortzahlung nach Hause schicken.

Die Weltmeisterschaft stellt betriebliche Regelungen und die Produktivität auf die Probe. Arbeitgeber müssen Flexibilität mit dem Erhalt der Arbeitsabläufe in Einklang bringen. Ohne Genehmigung riskieren Beschäftigte Konsequenzen, wenn sie das Turnier über ihre Pflichten stellen.

Quelle