WM 2026 startet mit Rekordteilnehmern und wachsender Kritik an FIFA-Plänen
Francesco SchenkWM 2026 startet mit Rekordteilnehmern und wachsender Kritik an FIFA-Plänen
Die Fußball-WM 2026 der Männer beginnt an diesem Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Zum ersten Mal treten 48 Mannschaften an – darunter die Debütanten Kap Verde, Curaçao und Jordanien –, die um den begehrtesten Titel im Fußball kämpfen werden. Das Turnier, das größte in der Geschichte des Sports, findet jedoch vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich Zugänglichkeit, politischer Spannungen und ökologischer Auswirkungen statt.
Die diesjährige Austragung markiert eine bedeutende Erweiterung: 16 Teams mehr als bei früheren Ausgaben nehmen teil. Fans können nun den vollständigen Spielplan herunterladen und ausdrucken, der die Partien in Stadien quer durch Nordamerika abdeckt. Doch die schiere Größe des Turniers hat auch Kritik ausgelöst, insbesondere an den Nachhaltigkeitsversprechen der FIFA in Zeiten eskalierender Klimakrisen.
In Mexiko haben explodierende Ticketpreise vielen Anhängern den Besuch der Spiele unmöglich gemacht. Gleichzeitig erschweren strenge Einreisebestimmungen der USA sowohl Spielern als auch Fans die Teilnahme – eine Bewährungsprobe für den FIFA-Anspruch, Nationen durch den Fußball zu vereinen. Der Kontrast zwischen Kanadas inklusiver Haltung und der restriktiveren Politik der USA hat dabei besondere Aufmerksamkeit erregt.
Jenseits der logistischen Herausforderungen bleibt die WM ein kultureller Zündstoff. In Deutschland löst die Leistung der Nationalmannschaft regelmäßig hitzige Debatten aus, die oft mit tieferliegenden gesellschaftlichen Spannungen verknüpft sind. Mit 14 Seiten Berichterstattung in der aktuellen Ausgabe und täglichen Updates steht fest: Die Kontroversen abseits des Platzes sind ebenso unvermeidbar wie das Geschehen darauf.
Die WM 2026 wird unter einzigartigem Druck stattfinden – zwischen Rekordteilnahme, politischen Spannungen und ökologischer Kritik. Als größtes Sportereignis der Welt wird ihr Erfolg – oder Scheitern – nicht nur an Toren gemessen werden, sondern auch daran, wie sie diese wachsenden Herausforderungen meistert.






