24 March 2026, 02:13

Wie Berufspausen und Teilzeit die Rente langfristig schmälern können

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der erhöhten Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", die die Produktivitätsentwicklung im Zeitverlauf zeigt, ohne dass es entsprechende Gewinne für die Mittelschicht gibt.

Wie Berufspausen und Teilzeit die Rente langfristig schmälern können

Arbeitsunterbrechungen können langfristige Folgen für die Rente haben – selbst kurze Auszeiten oder reduzierte Arbeitszeiten führen oft zu niedrigeren Bezügen im Alter. Über die Jahre summieren sich diese Verluste auf mehrere tausend Euro.

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Ein einjähriger Berufsausstieg bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro mindert die spätere monatliche Rente um etwa 30 Euro. Nach zwei Jahren steigt der Verlust bereits auf rund 60 Euro im Monat. Bei unbezahltem Urlaub von mehr als vier Wochen stellen Arbeitgeber die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge ein – das schmälert zusätzlich die Rentenansprüche.

Auch eine Stundenreduzierung wirkt sich aus: Wer von 40 auf 30 Wochenstunden wechselt, verliert pro Jahr etwa 25 Prozent der Rentepunkte. Bei zwei Jahrzehnten in Teilzeit können so im Alter rund 163 Euro monatlich fehlen.

Eltern erhalten jedoch Unterstützung durch das Rentensystem: Pro Kind werden bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit mit je einem Rentepunkt pro Jahr angerechnet – aktuell etwa 40,79 Euro im Monat wert. Für vor 1992 geborene Kinder gibt es bis 2027 2,5 Punkte, danach drei Punkte. Nach den Regeln der Mütterrente II entspricht das 2025 etwa 102 Euro brutto pro Kind.

Pflegende Angehörige, die sich um Personen mit mindestens Pflegegrad 2 kümmern, können Verluste vermeiden, wenn sie die Pflegezeit umgehend anmelden. Die Pflegekasse übernimmt dann die Rentenbeiträge. Bei geplanten Auszeiten helfen freiwillige Rentennachzahlungen oder ein Arbeitszeitkonto, um Lücken zu schließen.

Berufliche Unterbrechungen und Teilzeit mindern die Rentenansprüche auf Dauer. Ohne Ausgleich kann das im Alter spürbare finanzielle Einbußen bedeuten. Wer Pflegezeiten registrieren lässt oder freiwillig in die Rente einzahlt, kann die Verluste jedoch begrenzen.

Quelle