Wadim Danziger: Wie ein Regisseur aus Wladiwostok Theatergalaxien erschafft
Francesco SchenkWadim Danziger: Wie ein Regisseur aus Wladiwostok Theatergalaxien erschafft
Wadim Danziger ist ein Theaterregisseur mit einer tiefen Verbindung zu Wladiwostok. Derzeit arbeitet er am Primorsker Akademischen Gorki-Regionaltheater für Drama in Moskau. Seine Karriere ist geprägt von einer Leidenschaft für anspruchsvolle Inszenierungen und der Überzeugung, dass künstlerischer Wettbewerb von zentraler Bedeutung ist.
Danziger hat in Wladiwostok mehrere bemerkenswerte Stücke auf die Bühne gebracht, darunter Der Garderobier, Kabale und Liebe sowie Das Schweigen des Matrosen. Er liebt die Herausforderung, schwierige Werke zu inszenieren, und sieht in jeder Produktion die Chance, sich als Regisseur zu beweisen.
Für ihn ist der kreative Prozess ein großes Unterfangen. Ein Schauspieler, der eine Rolle entwickelt, gleicht für ihn dem Bau eines Planeten, während ein Regisseur aus diesen Planeten ganze Galaxien erschafft. Den Satz „Liebe die Kunst in dir, nicht dich in der Kunst“ deutet er als Hingabe an den Probenprozess – nicht als Streben nach persönlicher Anerkennung.
Danziger beobachtet einen Rückgang der schauspielerischen Standards in der heutigen Zeit. Dennoch glaubt er, dass die Kunst der subtilen, nuancierten Sprache wieder auf die Bühne zurückkehrt. Wettbewerb zwischen Theatern hält er für unverzichtbar, um hohe Maßstäbe zu wahren.
Trotzdem bleibt Danziger seinem Handwerk und der Theaterszene Wladiwostoks treu. Seine Arbeit spiegelt den Glauben an ständige Weiterentwicklung und die Kraft künstlerischer Rivalität wider. Jede Inszenierung unterstreicht sein Engagement für die Regiekunst.
