VW schließt betriebliche Kita Freche Daxe – Stadt Braunschweig übernimmt Trägerschaft
Francesco SchenkVW schließt betriebliche Kita Freche Daxe – Stadt Braunschweig übernimmt Trägerschaft
Volkswagen Financial Services (VW FS) schließt seine langjährige betriebliche Kindertagesstätte Freche Daxe. Der Schritt folgt einem rückläufigen Bedarf an betrieblicher Kinderbetreuung unter den Mitarbeitenden. Die Stadt Braunschweig übernimmt nun die Trägerschaft für den Großteil der betroffenen Gruppen.
Seit 2008 hatte VW FS die Einrichtung Freche Daxe vollständig finanziert und damit alle Kosten für die Kinder der Belegschaft getragen. Über die Jahre spare die Stadt dadurch schätzungsweise 14,7 Millionen Euro. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach den Betreuungsplätzen.
Ab August wird Braunschweig sieben der zehn bisher von VW FS betriebenen Kindergartengruppen übernehmen. Die verbleibenden drei Gruppen gehen nicht in kommunale Trägerschaft über. Im neuen System bleiben 55 Plätze für Kinder von VW-Mitarbeitenden reserviert, doch das Unternehmen wird der Stadt künftig jährlich 475.000 Euro für diese Plätze zahlen.
Die Umstellung betrifft auch die Pläne für eine neue Kita im Baugebiet Wenden-West. Statt einer teuren Neuerrichtung könnte die Stadt Kinder aus den Wenden-Siedlungen in die bestehende betriebliche Kita am Käferweg verlegen. Diese Lösung würde hohe Baukosten ersparen und zu erheblichen Einsparungen führen.
Die Übernahme durch die Kommune wird die Stadt jährlich rund 1,15 Millionen Euro kosten. Trotz der zusätzlichen Belastung bewerten Verantwortliche den Schritt als nachhaltigere Lösung angesichts des gesunkenen betrieblichen Bedarfs.
Die Schließung der Freche Daxe beendet nach 16 Jahren die direkte Kinderbetreuung durch VW FS. Die Stadt übernimmt nun die Verantwortung für den Großteil der betroffenen Gruppen, behält aber Plätze für VW-Mitarbeitende vor. Der Schritt soll langfristig Kosten senken und sich an die veränderte Nachfrage anpassen.






