Verurteilter Mörder flieht mit Motorrad – und wird in Italien geschnappt
Hans-Jürgen ZirmeVerurteilter Mörder flieht mit Motorrad – und wird in Italien geschnappt
Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, Benjamin F., ist aus dem Gefängnis Celle in Peine (Niedersachsen) geflohen. Der Vorfall ereignete sich während eines begleiteten Ausgangs, als er mit seinem Motorrad davonfuhr. Die Behörden prüfen nun die Umstände, die seine Flucht ermöglichten.
Benjamin F. verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Nach dem Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz können Häftlinge wie er nach zehn Jahren Haft Lockerungen erhalten. Für unbeaufsichtigte Ausgänge ist eine Mindesthaftzeit von acht Jahren vorgesehen.
Vor der Genehmigung solcher Ausgänge wird das Flucht- und Rückfallrisiko des Inhaftierten bewertet. Benjamin F. hatte zuvor bereits 38 begleitete Ausgänge ohne Zwischenfälle absolviert. Bei diesem konkreten Ausgang besuchte er zunächst seine Mutter in Vöhrum, bevor er flüchtete.
Seine Freiheit währte jedoch nur kurz: Später war er in Italien in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er von den Behörden wieder gefasst wurde.
Die Flucht hat eine Überprüfung der Abläufe bei begleiteten Ausgängen ausgelöst. Beamte werden nun prüfen, ob Änderungen notwendig sind, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Der Fall verdeutlicht die Gratwanderung zwischen Resozialisierungsmöglichkeiten und Sicherheitsrisiken im Strafvollzug.






