11 April 2026, 06:13

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor unsozialen Kürzungen in der Krankenversicherung

Plakat mit dem Text "Beenden Sie den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließen Sie die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor unsozialen Kürzungen in der Krankenversicherung

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat sich gegen geplante Kürzungen bei den Gesundheitsleistungen ausgesprochen. Sie warnte, dass die Vorschläge zur Reduzierung des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung besonders schutzbedürftige Gruppen unzumutbar belasten würden. Ihre Äußerungen erfolgen vor der Veröffentlichung des Berichts der Gesundheitsfinanzkommission am Montag, in dem 60 Maßnahmen zur Kostensenkung im System vorgestellt werden sollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bentele lehnte mehrere zentrale Diskussionsvorschläge ab. Sie sprach sich gegen die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung aus und bezeichnete dies als "versteckte Beitragserhöhung", die vor allem Frauen und einkommensschwache Familien treffen würde. Höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie die Wiedereinführung von Praxisgebühren kritisierte sie als ungerecht gegenüber chronisch Kranken, älteren und finanziell benachteiligten Patientinnen und Patienten.

Stattdessen forderte sie strukturelle Reformen, um die Finanzen des Systems auszugleichen. Zu ihren Vorschlägen gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der beitragspflichtigen Einnahmen. Zudem schlug sie vor, dass Leistungserbringer vorübergehend auf Ausgabensteigerungen verzichten, um die finanzielle Belastung zu verringern.

Der VdK erwartet von den Empfehlungen der Kommission eine Entlastung der Beitragszahler ohne Leistungskürzungen. Bentele betonte, dass gesamtgesellschaftliche Kosten im System der gesetzlichen Krankenversicherung vom Bund getragen werden müssten. Ihr Ziel ist eine stabile Finanzierung bei gleichbleibend hoher Versorgungsqualität für alle Versicherten.

Die Vorschläge der Gesundheitsfinanzkommission werden am Montag veröffentlicht. Benteles Position unterstreicht die Sorgen um Gerechtigkeit und Zugang in der Gesundheitsfinanzierung. Die Debatte dreht sich nun darum, wie das System reformiert werden kann, ohne die Kosten auf diejenigen abzuwälzen, die sie am wenigsten tragen können.

Quelle