Uwe Bolls Citizen Vigilante in Deutschland verboten – Zensur oder Jugendschutz?
Francesco SchenkUwe Bolls Citizen Vigilante in Deutschland verboten – Zensur oder Jugendschutz?
Uwe Bolls neuer Film Citizen Vigilante in Deutschland blockiert
Der aktuelle Film des Regisseurs Uwe Boll, Citizen Vigilante, darf in Deutschland nicht veröffentlicht werden. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verweigerte die Altersfreigabe – ohne diese darf der Streifen weder in Kinos gezeigt noch im Fernsehen oder auf Streaming-Plattformen ausgestrahlt werden.
Boll behauptet, der Film basiere auf realen Kriminalfällen in Deutschland. In der Hauptrolle spielt Armie Hammer den Sanders, einen Mann, der sich selbst zum Richter über Verbrecher aufschwingt. Der Regisseur betont, die Handlung thematisiere Sicherheitsfragen in Europa, darunter auch die Darstellung junger Migranten als Massenvergewaltiger – ein Phänomen, das seiner Ansicht nach dokumentierten Kriminalitätstrends entspreche.
Durch die Entscheidung der FSK ist der Film faktisch von allen wichtigen Vertriebswegen ausgeschlossen. Boll wirft der Behörde politische Motive vor und bezeichnet den Jugendschutz als vorgeschobenen Grund. Er verweist darauf, dass gewalttätige Filme wie John Wick oder The Equalizer in Deutschland trotz ähnlicher Action- und Brutalitätselemente ohne Einschränkungen erschienen seien.
Der Regisseur sieht in dem Verbot zudem ein systematisches Vorgehen deutscher Institutionen. Seiner Meinung nach werden abweichende Positionen zur Migrationsdebatte gezielt unterdrückt. Besonders die Darstellung von migrantischen Straftätern und Selbstjustiz dürfte die Entscheidung maßgeblich beeinflusst haben.
Ohne FSK-Freigabe bleibt Citizen Vigilante dem deutschen Publikum über herkömmliche Kanäle vorenthalten. Boll besteht darauf, dass der Film reale gesellschaftliche Probleme aufgreife und nach inhaltlichen, nicht nach politischen Kriterien beurteilt werden sollte. Der Fall wirft erneut Fragen zu Meinungsfreiheit und Zensur in Deutschland auf.






