SPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Rente mit Arbeitgeberanteil
Conrad PechelSPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Rente mit Arbeitgeberanteil
Die Bundestagsfraktion der SPD unterstützt Forderungen nach einem verpflichtenden betrieblichen Rentensystem. Der Vorstoß folgt einem Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der damit die Altersvorsorge für Arbeitnehmer stärken will. Vertreter beider Organisationen betonen, dass Arbeitgeberbeiträge das System gerechter und wirksamer machen würden.
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des DGB, setzte sich für ein verpflichtendes betriebliches Rentensystem ein. Sie argumentierte, dass Arbeitgeber eine zentrale Rolle bei der Finanzierung spielen müssten. Ihr Vorschlag stieß bei SPD-Abgeordneten auf Zustimmung, die darin eine Möglichkeit sehen, Lücken in der Altersvorsorge zu schließen.
Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, unterstützte diese Forderung nachdrücklich. Sie bestand darauf, dass zusätzliche finanzielle Mittel unerlässlich seien, um Arbeitnehmern angemessene Renten zu garantieren. Schmidt machte zudem deutlich, dass Arbeitgeber mindestens einen gleich hohen Anteil am betrieblichen Rentensystem tragen müssten – entsprechend den Beiträgen der Beschäftigten.
Die Unterstützung der SPD für den DGB-Plan deutet auf wachsenden Rückenwind für eine verpflichtende, arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge hin. Sollte das Modell umgesetzt werden, müssten Unternehmen die Kosten für die Altersvorsorge gemeinsam mit ihren Mitarbeitern tragen. Der Vorschlag geht nun in die breitere politische Debatte im Bundestag über.






