Sondervermögen 2025: Warum Schulen trotz 500 Milliarden fast leer ausgehen
Francesco SchenkSondervermögen 2025: Warum Schulen trotz 500 Milliarden fast leer ausgehen
Die Kritik an der Verwendung des deutschen Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro im Jahr 2025 wird immer lauter. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) wirft der Bundesregierung vor, trotz hoher Kreditaufnahme zu wenig in Schulen investiert zu haben. Lediglich 6,5 Milliarden Euro aus dem Topf flossen in den Bildungsbereich – ein Bruchteil dessen, was Bildungsexperten für notwendig halten.
Der DPhV hatte gefordert, mindestens 60 Milliarden Euro des Sondervermögens für die Sanierung und Modernisierung von Schulen bereitzustellen. Stattdessen beliefen sich die Bundesinvestitionen in die Bildung auf knapp 19 Milliarden Euro insgesamt. Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, warnte, dass die jüngeren Generationen die Schulden erben würden, ohne spürbare Verbesserungen in ihren Klassenzimmern zu erleben.
Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) und des ifo Instituts zeigen, dass ein Großteil der geliehenen Gelder nicht in neue Investitionen floss. Artikel 143h des Grundgesetzes schreibt vor, dass das Sondervermögen nur für zusätzliche Ausgaben verwendet werden darf – doch der DPhV behauptet, diese Regel sei nicht eingehalten worden. Daten der KfW-Bankengruppe belegen zudem, dass Kommunen allein bei Schulgebäuden einen Sanierungsstau von 67,8 Milliarden Euro bewältigen müssen.
Der DigitalPakt 2.0, für den bis 2030 fünf Milliarden Euro vorgesehen sind, deckt nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Bedarfs ab. Der DPhV kritisiert, dass das Programm strukturelle Mängel aufweise und zentrale Probleme nicht angehe. Nun fordert der Verband einen geschlossenen Ansatz der Bundesländer, um die Bildung innerhalb des Sondervermögens priorisiert zu behandeln. Das Geld solle rechtlich verbindlich für konkrete Maßnahmen wie Neubauten, Sanierungen, Ausstattung und digitale Aufrüstung verwendet werden.
Die Debatte offenbart eine Kluft zwischen den aufgenommenen Krediten und den tatsächlichen Fortschritten im Bildungsbereich. Mit nur 6,5 Milliarden Euro für Schulen im Jahr 2025 betonen Kritiker, dass weitaus mehr nötig sei, um den Sanierungsstau zu bewältigen und die Modernisierung voranzutreiben. Der DPhV besteht weiterhin auf strengere Regeln, um sicherzustellen, dass künftige Ausgaben direkt den Schulen zugutekommen.






