Schwarzwald-Dorf sucht mit neuem Konzept Touristen und Leben für die Region
Conrad PechelSchwarzwald-Dorf sucht mit neuem Konzept Touristen und Leben für die Region
Ein neues Projekt soll ein Schwarzwald-Dorf in ein einzigartiges Reiseziel verwandeln. Inspiriert vom Schweizer Albergo-Diffuso-Modell plant die Initiative, leerstehende Häuser in verteilte Hotelzimmer umzuwandeln. Die Verantwortlichen hoffen, damit ländliche Regionen zu beleben und Tourismus mit lokalen Traditionen zu verbinden.
Federführend sind die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) und die Compass Tourismus Partner eG (co:compass). Finanziert wird das Vorhaben vom Badischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Nun suchen die Organisatoren ein Dorf, in dem die Gebäude nicht mehr als 400 Meter voneinander entfernt liegen – so können Gäste in verschiedenen Häusern übernachten, bleiben aber in der Nähe gemeinsamer Einrichtungen.
Beim Albergo-Diffuso-Konzept checken Touristen nicht in einem zentralen Hotel ein, sondern in Zimmern, die über das ganze Dorf verteilt sind. Frühstück und Abendessen werden in lokalen Betrieben wie Bäckereien oder Gasthäusern serviert, was den Einheimischen zugutekommt. In Schweizer Dörfern wie Corippo und Grengiols hat das Modell bereits Erfolg gezeigt.
Bewerbungen sind bis zum 30. März möglich, die endgültige Entscheidung soll bis Ende April fallen. Drei Dörfer haben bereits konkrete Vorschläge eingereicht, fünf weitere zeigen großes Interesse. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis breiter lokaler Unterstützung, um sicherzustellen, dass das Projekt sowohl Besuchern als auch langjährigen Einwohnern nützt.
Im ausgewählten Dorf werden leerstehende Immobilien zu Gästeunterkünften umgebaut. Zudem soll die Initiative die Gemeinschaft stärken, indem lokale Unternehmen in den täglichen Betrieb eingebunden werden. Bei Erfolg könnte das Modell auf andere ländliche Regionen mit ähnlichen Herausforderungen ausgeweitet werden.






