Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Conrad PechelSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten im vergangenen Jahrzehnt vervierfacht. Die Region führt damit in Ostdeutschland das Wachstum bei ausländischen Arbeitskräften zwischen 2020 und 2025 an. Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Fachkräfte, um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen.
Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt um 5.560. Aktuell stammt fast ein Zehntel der Belegschaften aus dem Ausland. Größere Unternehmen stellen dabei eher ausländische Arbeitskräfte ein als kleinere Betriebe.
Die Zahl der Betriebe, die internationale Mitarbeiter beschäftigen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Heute beschäftigt jedes vierte Unternehmen in der Region ausländische Arbeitskräfte. Dennoch setzen fast drei Viertel der Firmen weiterhin nicht auf internationale Fachkräfte.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, sieht in der Zuwanderung einen entscheidenden Faktor für den Arbeitsmarkt. Die Einstellung internationaler Arbeitskräfte bezeichnet er als strategischen Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, der durch demografische Entwicklungen verstärkt wird.
Das Wachstum bei ausländischen Beschäftigten spiegelt die Bemühungen Sachsen-Anhalts wider, Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Die Unternehmen der Region passen sich weiter an – vor allem größere Betriebe gehen voran. Der Trend unterstreicht die Bedeutung von Zuwanderung für die Stabilisierung der regionalen Wirtschaft.






