Sachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Hans-Jürgen ZirmeSachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Schulen in Sachsen-Anhalt verbieten Schülerpraktika bei der AfD-Landtagsfraktion
Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern untersagt, im Rahmen des jährlichen Girls' und Boys' Day Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Betroffen sind über 20 Bewerbungen, die in diesem Jahr für die Aktion eingereicht worden waren. Bildungsbeamte rechtfertigen den Schritt als notwendig, um demokratische Werte zu schützen.
Das Verbot wurde bekannt gegeben, nachdem der Landesbildungsminister Jan Riedel argumentiert hatte, die Politik der AfD enthalte antidemokratische und menschenverachtende Elemente. Er betonte, Schulen müssten sich an verfassungsmäßige Grundsätze halten und die Zusammenarbeit mit als rechtsextrem eingestuften Gruppen vermeiden. Riedels Haltung deckt sich mit früheren Einschätzungen der Partei durch Sicherheitsbehörden.
Die AfD wies die Beschränkung als politisch motiviert zurück. Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, bestand darauf, dass die Fraktion eine eigenständige rechtliche Einheit und nicht mit der Partei gleichzusetzen sei. Trotz dieser Unterscheidung bleibt das Verbot für alle schulisch organisierten Praktika bestehen.
Mehr als 20 Schüler hatten sich für dieses Jahr um Plätze bei der AfD-Fraktion im Rahmen des Girls' und Boys' Day beworben – einer Initiative, die Jugendlichen Berufserfahrung ermöglichen soll. Die AfD scheidet nun als Option aus.
Die Entscheidung bedeutet, dass in diesem Jahr keine Schüler aus Sachsen-Anhalt ein Praktikum bei der AfD-Landtagsfraktion absolvieren werden. Die Behörden halten das Verbot für vereinbar mit dem Schutz demokratischer Bildung. Die AfD kritisiert die Regelung weiterhin als ungerecht und politisch voreingenommen.






