Renteneintrittsalter 67,5: Warum die Deutschen gegen die Pläne der Rentenkommission sind
Conrad PechelRenteneintrittsalter 67,5: Warum die Deutschen gegen die Pläne der Rentenkommission sind
Ein neuer Vorschlag, das Renteneintrittsalter in Deutschland anzuheben, hat breiten Widerstand ausgelöst. Die Rentenkommission schlägt vor, es schrittweise von 67 auf 67,5 Jahre zwischen 2031 und 2041 zu erhöhen. Doch die Mehrheit der Deutschen lehnt diese Idee entschlossen ab.
Die Ablehnung in der Bevölkerung ist groß. Nur 29 Prozent der Deutschen befürworten eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67,5 Jahre. Eine klare Mehrheit von 62 Prozent lehnt jede Erhöhung kategorisch ab.
Die Opposition variiert je nach politischer Gesinnung. Unter den AfD-Anhängern sind 84 Prozent gegen die geplante Änderung. Ähnlich hoch ist die Ablehnung bei den Wählern der Linken: 77 Prozent lehnen den Vorschlag ab. Selbst unter den Erwerbstätigen stimmen 68 Prozent gegen die Erhöhung.
Auch regional gibt es Unterschiede. In Ostdeutschland sprechen sich 73 Prozent der Bevölkerung gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus. Unterstützung findet der Plan vor allem bei den Anhängern bestimmter Parteien: 58 Prozent der Union-Wähler und 55 Prozent der Grünen-Befürworter stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.
Der Vorschlag der Rentenkommission stößt in den meisten Bevölkerungsgruppen auf erheblichen Widerstand. Nur eine Minderheit der Deutschen unterstützt die Pläne für ein höheres Renteneintrittsalter. Die Debatte zeigt, wie tief die Gesellschaft in der Frage der künftigen Rentenpolitik gespalten ist.
