Rekord beim Hemadlenz-Fest: 4.500 Menschen feiern Winterabschied in Dorfen
Francesco SchenkRekord beim Hemadlenz-Fest: 4.500 Menschen feiern Winterabschied in Dorfen
Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest lockte in diesem Jahr mehr Menschen denn je an
Am 12. Februar versammelten sich über 4.500 Menschen zum traditionellen Hemadlenz-Fest, um mit einem farbenfrohen Umzug und einem symbolischen Feuer den Winter zu verabschieden. Die Gemeinde hatte umfangreich vorbereitet und mehr als 5.000 Euro in Sicherheitsmaßnahmen investiert, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten.
Das Fest begann mit den Teilnehmern in der offiziellen Hemadlenz-Tracht: ein langes weißes Nachthemd für alle, kombiniert mit einer schwarzen Spitzmütze für die Männer und einer rot gesäumten Schlafhaube für die Frauen. Das Nachthemd selbst trägt eine symbolische Bedeutung – es steht für das Ende der winterlichen "Hibernation", wenn die Menschen ihre warmen Häuser verlassen.
Um die Sicherheit zu garantieren, sperrte Dorfen alle Zufahrtsstraßen zum Stadtzentrum und schuf so eine komplett autofreie Zone für den Umzug. Private Sicherheitskräfte überwachten die Veranstaltung und meldeten später einen störungsfreien Ablauf – fast alle Umzugsteilnehmer beendeten die Strecke ohne Zwischenfälle.
Der Höhepunkt des Festes war um 14:30 Uhr, als am Marienplatz die Hemadlenz-Puppe – eine Strohfigur – unter Jubel in Brand gesetzt wurde. Diese Tradition, verwurzelt im Faschingsbrauchtum, symbolisiert die Vertreibung des Winters. Ähnliche Feiern finden auch in anderen bayerischen Orten wie Herrsching, Karlsfeld und Moosach statt, wo ebenfalls Umzüge, Garden und Prinzenpaare die Festlichkeiten prägen.
Trotz Regen und Wind, die später aufkamen, ging die Feier indoor weiter. Viele Besucher zogen in den E3-Keller oder den Club Heizwerk weiter, um die Stimmung zu verlängern.
In diesem Jahr brach das Hemadlenz-Fest alle Teilnehmerrekorde: 4.500 Menschen nahmen am Umzug und den Feierlichkeiten teil. Dank der Sicherheitsvorkehrungen der Gemeinde und der Disziplin der Besucher verlief alles reibungslos. Die Tradition des Hemadlenz-Verbrennens bleibt ein lebendiger Teil der bayerischen Faschingskultur – und zieht Jahr für Jahr mehr Menschen in ihren Bann.
Entschleierung der historischen Route des Hemadlenz-Umzugs
Der Hemadlenz-Umzug folgte in diesem Jahr einer sorgfältig geplanten Route, die seine zeremonielle Tiefe offenbarte. Der Umzug begann um 10 Uhr an der Erdinger Straße, angeführt von der Stadtkapelle. Wichtige Aktionen waren das Absteigen des Prinzenpaares an der Unteren Markt und das Herablassen des Bürgermeisters vom Rathausplatz. Die Route endete am Marienplatz für das symbolische Puppenverbrennen.