Pflegeversicherung: Finanzloch wächst auf 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2023
Francesco SchenkPflegeversicherung: Finanzloch wächst auf 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2023
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als befürchtet. Neue Zahlen zeigen, dass das Defizit für 2023 die früheren Prognosen deutlich übersteigt – und sorgen damit für wachsende Bedenken hinsichtlich der künftigen Stabilität des Systems.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben zunächst auf 6 Milliarden Euro geschätzt. Aktualisierte Berechnungen gehen nun für dieses Jahr allein von einem Fehlbetrag in Höhe von 7,5 Milliarden Euro aus.
Die Lage droht sich in den kommenden Jahren weiter zu verschärfen. Ohne Gegenmaßnahmen könnte das Defizit bis 2028 die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten, wie aktuelle Prognosen nahelegen.
Die korrigierten Zahlen unterstreichen die zunehmende finanzielle Belastung des Systems. Bleibt es bei der aktuellen Entwicklung, wird sich die Finanzierungslücke weiter vergrößern – mit zusätzlichem Druck auf die öffentlichen Haushalte in den nächsten Jahren.






